Keine Testungen für MitarbeiterInnen in Jugendherbergen

Ministerium verweigert Tests, weil keine WKO Mitgliedschaft vorliegt

Wien (OTS) - Es war in zahlreichen Medienberichte der letzten Tage zu hören, dass viel zu wenige Tests im Rahmen der Tourismus-COVID19-Test-Initiative durchgeführt wurden und das angestrebte Ziel von 65.000 Tests pro Woche gravierend verfehlt wurde. Laut Tourismusministerin Elisabeth Köstinger im Ö1 Mittagsjournal vom 24. Juli sei dies auf verhaltenes Interesse seitens der Tourismus-Betriebe zurückzuführen. Michael Raunig, geschäftsführender Präsident des Österreichischen Jugendherbergsverbandes (ÖJHV), möchte dringlichst darauf hinweisen, dass erstens laut Medienberichten viele Betriebe keine Zulassung für die Testungen erhalten haben und zweitens Jugendherbergen als Tourismus-Betriebe ohne Wirtschaftskammer-Mitgliedschaft auch nicht zugelassen wurden, obwohl die gemeinnützigen Jugendherbergen über 370 Arbeitsplätze im Tourismus zur Verfügung stellen und rund 575.000 Nächte an Wertschöpfung leisten.

Diese Einschränkung auf rein gewerbliche Betriebe ist nicht verständlich und auch nicht im Sinne der Zielsetzung der Förderung, in der es heißt, dass unter anderem „möglichst viele dieses Angebot annehmen“ und potenzielle Ansteckungsmultiplikatoren zeitnah identifiziert werden. Raunig schließt sich vollinhaltlich der Zielsetzung an, dass in „Bereichen mit erhöhter Personenmobilität auch gesundheitspolitisch ein erhebliches öffentliches Interesse an vermehrten Testungen“ vorherrsche.Gerade die Tourismus-Gemeinde St. Wolfgang zeigt, dass rasche und flächendeckende Tests in allen(!) touristischen Betrieben, auch in gemeinnützigen Tourismus-Angeboten von Vereinen, rasch und unbürokratisch angebracht sind. Michael Raunig appelliert daher für einen flächendeckenden Zugang zu den COVID-19-Tests, auch im Interesse von Frau BM Köstinger, die angestrebten Test-Kapazitäten voll auszulasten. Dies hilft dem Tourismusstandort Österreich und somit auch uns allen, ein weiteres Szenario wie in Ischgl zu verhindern.

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