„profil“: Zwei Staatsanwaltschaften ermittelten 2015/16 in Mattersburg

WKStA und StA Eisenstadt hatten Hinweise auf Untreue – beide Verfahren verliefen im Sand

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hätten die Malversationen des früheren Chefs der Commerzialbank Mattersburg (CMB) Martin Pucher Jahre früher aufgedeckt werden können. 2015/2016 ermittelten gleich zwei Staatsanwaltschaften wegen vermuteter Untreue rund um Kreditgeschäfte, doch beide Verfahren verliefen im Sand. Nach gemeinsamen Recherchen von „profil“ und der ORF-ZiB2 hatten die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und die FMA bereits im Juni 2015 einen anonymen Hinweis erhalten, wonach Pucher Kredite an den Organen der Bank vorbei vergeben hatte. Die WKStA ersuchte die FMA um Amtshilfe, diese informierte die Oesterreichische Nationalbank, die den Vorwürfen im Rahmen einer Vor-Ort-Prüfung nachging, aber nichts fand. Das Verfahren der WKStA wurde daraufhin im Jänner 2016 eingestellt. Allerdings waren die OeNB-Prüfer 2015 auf andere Unregelmäßigkeiten in den Bankbüchern gestoßen, weshalb die FMA im Dezember 2015 ihrerseits Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt erstattete. Doch diese legte das Verfahren bereits im Juni 2016 wieder zu den Akten. In beiden Fällen waren die staatsanwaltschaftlichen Verfahren „mangels Anfangsverdacht“ eingestellt worden.

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