ÖGB-Wohlgemuth: Swarovski-Krisengipfel - mehr offene Fragen als Antworten

Unternehmensführung muss sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden

Innsbruck. (OTS) - „Die Unternehmensführung ist in vielen zentralen Fragen Antworten schuldig geblieben. Es ist nach wie vor unklar, welche Betriebsteile konkret von den angekündigten Kündigungen betroffen sind. Das bedeutet, dass die Beschäftigten nach wie vor im Ungewissen sind“, fasst Philip Wohlgemuth, Vorsitzender des ÖGB Tirol, das heutige Swarovski-Krisengespräch des Konzerns mit VertreterInnen des Landes und der Sozialpartner zusammen. Der Eindruck, dass die Unternehmensführung weitreichende Entscheidungen aus der Hüfte treffe, habe sich jedenfalls vertieft, erinnert Wohlgemuth daran, dass die Zahl der Kündigungen vor wenigen Tagen im Stundentakt von 200 auf 1800 Betroffene erhöht wurde.

„Für mich manifestiert sich der Eindruck, dass hier Profitgier über dem Verantwortungsbewusstsein steht“, sagt Wohlgemuth: „Die Werte, für die das Traditionsunternehmen einmal bekannt war, sind offensichtlich auch schon ausgelagert worden.“ Es sei hoch an der Zeit, dass sich die Unternehmensführung endlich der Verantwortung bewusst werde, die sie gegenüber den Beschäftigten hat, appelliert der ÖGB-Vorsitzende: „Hier geht es um Menschen, die sich teilweise jahrzehntelang für Swarovski engagiert haben. Sie brauchen jetzt Antworten auf ihre Fragen und einen Plan, wie es für sie und für ihre Familien weitergeht.“

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