Medizinisches Cannabis im Gespräch: Patientenorganisation ARGE CANNA wendet sich mit offenem Brief an die Bundesregierung

Wien (OTS) - Mit natürlichem Cannabis ein schmerzarmes Leben zu führen, ist in Österreich immer noch verboten. Dabei zeigen Studien und Fallbeobachtungen immer deutlicher die positive Wirkung als Langzeitmedikament, das besonders für chronisch Kranke eine Erleichterung darstellen kann. Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als natürliche, nebenwirkungsarme Arznei – kurz ARGE CANNA – wendet sich nun mit einem offenen Brief an die Regierung, um die Aufhebung des suchtmittelrechtlichen Verschreibungsverbots von Medizinalhanfblüten zu fordern.

Offener Brief bittet zum Dialog

Die derzeitige Situation in Österreich verbietet – im Gegensatz zum Großteil der EU-Mitgliedstaaten – immer noch die Verschreibung von Cannabisblüten und die damit verbundene Abgabe in Apotheken. Als gemeinnütziger, nicht profitorientierter Verein von Schwerkranken für Schwerkranke in Österreich weist die ARGE CANNA nun in einem offenen Brief an die Regierungsmitglieder, allen voran Gesundheitsminister Rudolf Anschober, auf die vielseitigen Probleme hin und bittet zum Dialog mit den Betroffenen. Im Widerspruch zu dem am 5. Juli 2018 veröffentlichten Bericht im Auftrag der damaligen Bundesregierung weisen zahlreiche Studien nämlich klar darauf hin, dass die natürliche Blüte besser wirkt als die verfügbaren Cannabispräparate auf Monosubstanzbasis. Eine aktuelle Beispiel-Studie, die diesen „Entourage-Effekt“ belegt, kann HIER nachgelesen werden.

Neben der Aufhebung des suchtmittelrechtlichen Verschreibungsverbots von Medizinalhanfblüten fordern die Unterzeichner des offenen Briefs zudem die Kostenübernahme aller Cannabisarzneimittel (Blüten, magistrale Zubereitungen, Fertigarzneien) durch die Krankenkassen sowie die Entkriminalisierung von Besitz und Erzeugung bei PatientInnen mit medizinischer Indikation. HIER geht es zum vollständigen offenen Brief.

Aus dem Bundesministerium für Gesundheit kam bereits die Ankündigung, einen neuen „Runden Tisch“ einzurichten, der seine Arbeit im Sommer 2020 aufnehmen werde. Die ARGE CANNA fordert die Verantwortlichen auf, schnell und im Sinne der Patientinnen und Patienten zu handeln, denen oft nicht mehr viel Zeit bleibe.

Detail am Rande: Auf den Kuverts, in denen der offene Brief der ARGE CANNA verschickt wurde, prangt die eigens gefertigte, erste Briefmarke Österreichs mit einer Cannabispflanze als Motiv – gedruckt von der Österreichischen Staatsdruckerei, herausgegeben von der ARGE CANNA. Schon im Vorfeld haben sich mehrere Sammler ein Exemplar des Briefs gesichert.

Über die ARGE CANNA

Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als natürliche, nebenwirkungsarme Arznei, kurz ARGE CANNA, ist ein gemeinnütziger, nicht profitorientierter Verein von Schwerkranken für Schwerkranke in Österreich, der sich für die vollständige Rehabilitierung von Cannabis als Medizinalpflanze einsetzt. Alle Infos auf www.arge-canna.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Klaus Hübner
Pressesprecher ARGE CANNA
klaus.huebner@arge-canna.at, +43(0)699 1214 1214

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