- 22.07.2020, 10:00:02
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Schramböck: Wirtschaftsstandort Österreich soll gestärkt aus Krise hervorgehen
ABA – Invest in Austria unterstützt bei gezielter Ansiedlung von Unternehmen im Bereich Digitalisierung und Life Sciences und bei der Sicherung von Wertschöpfungsketten in Österreich
Utl.: ABA – Invest in Austria unterstützt bei gezielter Ansiedlung
von Unternehmen im Bereich Digitalisierung und Life Sciences
und bei der Sicherung von Wertschöpfungsketten in Österreich =
Wien (OTS/BMDW) - Die zum Ministerium für Digitalisierung und
Wirtschaftsstandort ressortierende Betriebsansiedlungsagentur blickt
auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 zurück: Gemeinsam mit den
Regionalgesellschaften hat ABA – Invest in Austria 462 internationale
Unternehmen bei ihrer Ansiedlung in Österreich betreut. Dies bedeutet
im Vergleich zu 2018 einen Anstieg um 30 Prozent (2018: 355). Mit dem
Jahresergebnis ist eine Investitionssumme von 1,85 Milliarden Euro
verbunden, was einem Zuwachs von 152 Prozent gegenüber 2018 (734 Mio.
Euro) entspricht. Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze liegt
mit 4.896 bei einem Plus von 70 Prozent im Vergleich zu 2018 (2018:
2.888). „Das Ergebnis der ABA 2019 ist wirklich beachtlich, jedoch
müssen wir für das Jahr 2020 realistisch bleiben“, sagt Wirtschafts-
und Standortministerin Margarete Schramböck und fährt fort „ein
ähnliches Jahresergebnis wird es in naher Zukunft sicher nicht geben,
dafür hat die internationale Corona-Krise den Wirtschaftsstandort
Österreich zu hart getroffen. Wir setzen aber alles daran, um
gestärkt aus der Krise hervorzugehen und legen nun besonderes
Augenmerk auf Qualität statt Quantität in der Ansiedlung
ausländischer Unternehmen.“
Produktion muss zurück nach Österreich und Europa geholt werden
Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sicherzustellen und auf
kommende Krisen vorbereitet zu sein, sieht Schramböck es als absolut
notwendig an, die Herstellung von zentralen Produkten wieder in
Österreich zu ermöglichen. „Wir brauchen eine Renaissance der
Produktion und eine Sicherung der Wertschöpfungsketten und damit
verbunden der Arbeitsplätze in Österreich, um in Zukunft weniger
abhängig von internationalen Wertschöpfungsketten zu sein. Dies ist
gerade im Gesundheitsbereich von lebenswichtiger Bedeutung, wie sich
in der Corona-Krise klar gezeigt hat“, so die Ministerin. „Wir werden
dafür optimale Rahmenbedingungen schaffen und mit Unterstützung der
ABA – Invest in Austria gezielt ausländische Betriebe ansprechen, die
einen Mehrwert für den Standort Österreich und die Versorgung in
Krisenzeiten bieten“, so Schramböck weiter.
Forschung und Innovation sind standortrelevant
Die Verdopplung der Zahl angesiedelter F&E treibender Unternehmen von
32 im Jahr 2018 auf 66 im vergangenen Jahr (neue Arbeitsplätze:
1.871; Investitionssumme: 844 Millionen Euro) ist für die Ministerin
ein eindrucksvoller Beweis für die Leistungsfähigkeit des Forschungs-
und Innovationsstandortes Österreich: „Österreich punktet im Ausland
mit der hohen Qualifikation seiner Fachkräfte und der steuerlichen
Forschungsprämie von 14 Prozent, die die richtigen Impulse setzt. Um
schneller und dynamischer aus Krisen hervorzugehen, sind Forschung
und Innovation fundamental. Unser Ziel ist es auch bei den
wichtigsten medizinischen Gütern unabhängig zu werden. Auch hier
setzen wir auf die langjährige Erfahrung der ABA-Experten, mit denen
wir gemeinsam vermehrt Unternehmen aus den Bereichen Digitalisierung,
MedTech und Life Sciences nach Österreich holen wollen“, so
Schramböck.
ABA-Bilanz: Länderverteilung
Aus dem traditionell stärksten Investorenland Deutschland kamen 2019
143 Unternehmen nach Österreich – und damit um ein Drittel mehr als
im Vorjahr (2018: 108). Mit 670 Millionen Euro Investitionssumme und
2.250 geschaffenen Arbeitsplätzen ist Deutschland auch bei diesen
beiden Parametern Nummer Eins und hält einen respektablen Anteil von
36 bzw. 46 Prozent am Gesamtergebnis. Auf dem zweiten Platz der
Investor-Rangliste lag 2019 mit 45 Ansiedlungen wieder Italien (2018:
28). Einen deutlichen Anstieg gab es auch bei den Ansiedlungen aus
Großbritannien: Insgesamt 24 britische Unternehmen haben sich im
Vorjahr mit Unterstützung der ABA – Invest in Austria hierzulande
angesiedelt (2018: 14). Mit 89 Unternehmen kam knapp ein Fünftel der
ABA-Ansiedlungen aus den CEE/SEE-Ländern. Am stärksten waren darunter
Ungarn und Slowenien mit jeweils 14 Unternehmen und Tschechien und
die Slowakei mit je elf Unternehmen vertreten. 28 ausländische
Startups wurden im vergangenen Jahr von der ABA – Invest in Austria
bei der Gründung in Österreich betreut – sechs mehr als 2018.
ABA-Bilanz: Bundesländerranking
2019 siedelten sich mit 235 internationalen Unternehmen mehr als die
Hälfte in der Hauptstadt Wien an (2018: 182). Stärkstes Bundesland
nach Wien war Salzburg mit 44 (2018: 30) Betriebsansiedlungen,
gefolgt von Niederösterreich mit 39 (2018: 32) und Oberösterreich mit
37 Unternehmen (2018:15). Für Tirol und Kärnten entschieden sich
jeweils 33 Betriebe (2018: 18 bzw. 22). 27 Unternehmen gingen in die
Steiermark (2018: 29), sieben ins Burgenland (2018: sechs) und sechs
nach Vorarlberg (2018: 16). Ein Unternehmen hat Standorte in mehreren
Bundesländern.
Beispiele von Unternehmen, die sich für Österreich entschieden
haben:
Crayon Austria GmbH
Crayon gehört zu den führenden Softwareanbietern und Lizenzberatern
im europäischen Markt. Das norwegische Unternehmen verfügt über ein
umfassendes Know-how im Bereich Big Data, künstliche Intelligenz und
maschinelles Lernen und beschäftigt weltweit mehr als 1.400
Mitarbeiter in 45 Niederlassungen. 2019 hat Crayon ein Artificial
Intelligence Center of Excellence in Wien eröffnet mit dem Ziel, ca.
50 Experten in den Bereichen AI, Machine Learning sowie Data & AI
Infrastructure aufzubauen. Das AI Centre of Excellence dient als
Headquarter für Kontinentaleuropa. Die ersten 20 Experten stehen den
europäischen Kunden hier bereits zur Verfügung.
„Wien bietet die perfekte Anlaufstelle für hochqualifizierte Talente
und ist auch geografisch genial platziert, um unsere Kunden in ganz
Europa schnell und mit hoher Qualität servicieren zu können“, sagt
Florian Berger, General Manager AI Centre of Excellence Europe,
Crayon Austria GmbH.
NXP Semiconductors Austria GmbH, eine Tochterfirma des weltweit
größten Halbleiterlieferanten für die Automobilindustrie, der NXP
Semiconductors N.V. (NASDAQ: NXPI), plant die Erweiterung ihres
Forschungs- und Entwicklungszentrums im Bereich “Machine Learning und
Security“ in Gratkorn bei Graz. Mit dem Aufbau von 50 neuen
Mitarbeitern in Hardware, Software und Security sollen
Kompetenzzentren für “Sicheren & digitalisierten Fahrzeugzugang“ und
“Sichere & effiziente E-Mobilität mit intelligentem
Energie-Management“ entstehen.
„Investitionen in Forschung und Innovation sind für unser Unternehmen
die Basis des Erfolgs. Der Standort Österreich bietet uns hierzu ein
attraktives Umfeld an Entwicklungsförderungen, außeruniversitären
Forschungseinrichtungen und Zugriff auf bestens ausgebildete
Ingenieure und Universitätsprogramme“, sagt Markus Staeblein,
Geschäftsführer der NXP Austria GmbH.
Über die Austrian Business Agency (ABA)
ABA – Invest in Austria ist die Betriebsansiedlungsagentur der
österreichischen Standortagentur Austrian Business Agency (ABA), die
zum Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
(BMDW) ressortiert. Mit ihren drei Abteilungen ABA – Invest in
Austria, ABA – Work in Austria und Location Austria bewirbt die
Standortagentur Österreich im Ausland als Wirtschafts- und
Forschungsstandort, attraktiven Arbeitsmarkt für Fachkräfte sowie als
Drehort für internationale Filmproduktionen.
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