Pensionskassen holen nach Shutdown in der Corona-Krise auf

Trotz sehr volatiler Finanzmärkte haben die Pensionskassen im 2. Quartal 2020 ein Plus von 5,44 Prozent Performance erwirtschaftet

Wien (OTS) - Die Corona-Krise bzw. der damit verbundene Shutdown im Frühjahr 2020 haben weltweit substantielle Einbrüche der Wirtschaftsleistungen und der Börsenkurse bewirkt. Dies hat auch das Veranlagungsergebnis der österreichischen Pensionskassen im 1. Quartal 2020 negativ beeinflusst. Inzwischen gibt es auf den Finanz- und Kapitalmärkten aber schon wieder deutliche Aufwärtsentwicklungen. Diese konnten die heimischen Pensionskassen für sich nutzen: Sie haben im 2. Quartal 2020 ein Plus von 5,44 Prozent erwirtschaftet. Damit liegt das Veranlagungsergebnis der österreichischen Pensionskassen Year-to-date (Gesamtjahr) derzeit bei durchschnittlich minus 4,58 Prozent.

„Die heimischen Pensionskassen haben sehr professionell auf die massiven Verwerfungen im Frühjahr reagiert. Das Aufholen von 5,44 Prozent in einem Quartal zeigt klar, dass bis Ende des Jahres noch Erholungspotential gegeben ist. Die Professionalität der Veranlagungsexperten hat hier einen entscheidenden Beitrag geleistet“, erklärt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen. „Das Ziel der Pensionskassen im weiteren Jahresverlauf ist es, wiederum eine gute Performance für alle Kunden zu erwirtschaften. Langfristig wirkt sich ein Einbruch wie im Frühjahr auf die meisten Pensionen kaum aus. Der langjährige Veranlagungserfolg liegt bei den Pensionskassen sehr deutlich über praktisch allen anderen Veranlagungsformen“.

Langfristige Performance - für Zusatzpensionen zählen die Erträge über Jahrzehnte

Starke Schwankungen an den internationalen Börsen wie aufgrund der Corona-Krise verändern das langfristige Veranlagungsergebnis der Pensionskassen kaum – und für Zusatzpensionen zählen die Erträge über Jahrzehnte. Das durchschnittliche Jahresergebnis der Pensionskassen, über 29 Jahre betrachtet, liegt zum Stichtag 31. Dezember 2019 bei plus 5,4 Prozent pro Jahr.

Der „Reservekanister“ ist gut gefüllt

Zudem haben die Pensionskassen aufgrund des sehr guten Veranlagungsergebnisses des Vorjahres (mit einer durchschnittlichen Performance von plus 11,8 Prozent) Reserven gebildet. Diese sogenannten „Schwankungsrückstellungen“ sind mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar. Sollte zum Jahresende Bedarf bestehen, bieten diese Reservekanister die Möglichkeit, einige Prozentpunkte zu glätten und somit das Ergebnis entsprechend abzufedern. (PWK340/JHR)

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