ANSCHOBER: Enorme Beteiligung beim Start der Pflegereform

Wien (OTS) - Eines der größten Reformprojekte dieser Legislaturperiode startet mit einer enormen Beteiligung der Bevölkerung: Nach nur vier Tagen verzeichnet die digitale Befragung zur Pflegereform unter der Adresse https://goeg.at/taskforce_pflege bis heute früh bereits über 3.300 Zugriffe, fast 1.000 Fragebögen wurden bereits vollständig ausgefüllt, davon 78% von Frauen. Rund 75% der Fragebögen wurden dabei von Privatpersonen übermittelt, davon rund 20% pflegende Angehörige und drei Viertel als Angehörige eines Pflegeberufes. 25% der fast 1.000 Fragebögen wurden von VertreterInnen einer Einrichtung oder Organisation, davon 43% aus der stationären Pflege, ausgefüllt.

Sozialminister Rudi Anschober: "Dieser hervorragende Start zeigt, wie notwendig die Pflegereform ist. Dieser digitale Dialog wird jetzt noch bis 17. August fortgesetzt und anschließend ausgewertet. Im September beginnen wir dann mit der Fortsetzung meiner durch Corona unterbrochenen Dialogtour in alle Bundesländer und zu Gesprächen mit Betroffenen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Trägern, Bewohnerinnen und Bewohnern, Hilfsorganisationen und allen, die an der Pflegereform interessiert sind. Mitte Oktober erfolgt dann der Start des direkten Arbeitsprozesses durch eine Auftaktveranstaltung für die Task Force, die bis Jahresende die inhaltlichen Eckpfeiler der Reform festlegen wird. Und 2021 soll dann die gemeinsame Arbeit von Bund, Ländern und Gemeinden auf Basis einer Bund-Länder-Zielsteuerungskommission starten."

Worum es geht? Um eine Verbesserung der Arbeitssituation in der Pflege, der Ausbildung zehntausender zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verbesserung der Lebenssituation pflegender Anhöriger.

Anschober abschließend: "Wir erhalten weitere Lebensjahre geschenkt. Diese sollen in Würde, Selbstbestimmung und Glück gelebt werden können. Dafür braucht es eine umfassende Pflegereform, die seit Jahrzehnten angekündigt und versprochen wurde. Nun machen wir ernst. Und ich will keine Reform über die Köpfe der Betroffenen, sondern mein Ziel ist es, dass eine breite Bewegung der Betroffenen diese große Reform trägt. Dafür setzen wir gerade einen sehr erfolgversprechenden Start. Ich lade alle Interessierten dazu ein, diese Möglichkeit der Mitsprache weiterhin zu nützen!"


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