ANSCHOBER: Bereits 750.000 Corona-Tests in Österreich - Screening-Programm erfolgreich gestartet

Erfreut über hohe Bereitschaft von Koalitionspartner, Wirtschaft und Bevölkerung, Zusatzmaßnahmen gegen Corona sofort zu setzen, sobald erforderlich -heute umfassende Clusteranalyen

Wien (OTS) - Mit dem heutigen Tag wird in Österreich die Grenze von 750.000 Corona-Tests überschritten. Eine wichtige Erweiterung sind die neuen Screening-Tests, die nun seit gut zwei Wochen erfolgreich gestartet sind. Hier werden BewohnerInnen von Betreuungseinrichtungen, MitarbeiterInnen von Gesundheitseinrichtungen, Menschen in prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen sowie Tests im Rahmen von epidemiologischen Studien in großer Breite durchgeführt, gerade auch bei symptomfreien Personen. Diese zusätzlichen Tests zeigen bisher folgende Ergebnisse:

  • Pflege- und Altenheime (bereits seit April laufender Pilotversuch): 21.816 Tests, 6 positive Ergebnisse
  • Schlachthöfe: 1.195 Tests, 33 positive Ergebnisse
  • Prekäre Wohnverhältnisse: 1.675 Tests, 8 positive Ergebnisse

(Stand: 16. Juli, Quelle: AGES)

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Diese Screening-Tests werden in den nächsten Wochen nach einem klar definierten wissenschaftlichen Programm weiter intensiviert. Natürlich werden damit auch mehr positive Ergebnisse sichtbar werden. Aber diese zusätzlichen Testungen bei symptomfreien Menschen zählen zu den wichtigsten Vorbereitungen auf den herausfordernden Herbst. Das Screeningprogramm ist ein zentraler Teil unseres Aktionsprogramms gegen eine zweite Welle.“

In den vergangenen 24 Stunden kam es in Österreich zu 82 Neuinfektionen bei 98 Neugenesenen. Die Zahl der aktiv Erkrankten ist damit leicht auf 1.345 gesunken. Relativ stabil sind die Zahlen der in Spitalsbehandlung befindlichen Erkrankten (99) sowie davon die Zahl der in Intensivabteilung betreuten Erkrankten (14).

Anschober: „Diese Situation ist kein Grund für Alarmismus, aber sie muss sehr ernst genommen und sehr professionell und konsequent begleitet werden. Daher konzentrieren wir uns im Gesundheitsministerium heute sehr stark auf die Hintergrundanalysen, darunter vor allem Clusteranalysen, Testergebnisse und die Entwicklung der Infektionsrate generell in Österreich. Aus diesen Analysen wird der allfällige Bedarf für Zusatzmaßnahmen abgeleitet werden. Ich freue mich sehr darüber, dass das Risikobewusstsein in Österreich ganz offensichtlich wieder deutlich ansteigt.“

Völlig im Plan ist das vom Gesundheitsministerium initiierte „17-Punkte-Aktionsprogramm gegen eine zweite Welle“, das im Sommerministerrat Ende Juli beschlossen werden kann. Ebenfalls exakt im Umsetzungsplan sind die vom Gesundheitsministerium initiierten und erarbeiteten Screening-Testungen (siehe oben). Und auch die wissenschaftliche Erarbeitung der vom Gesundheitsministerium initiierten Corona-Ampel befindet sich genau in jenem Zeitplan, der in der Bundesregierung paktiert wurde. Im Sommerministerrat werden sowohl die Ampel-Indikatoren als auch die Besetzung der Corona-Kommission beschlossen werden können. Gleichzeitig werden die Leitlinien (was passiert bei der jeweiligen Ampelfarbe) mit den FachexpertInnen, den Ländern und den zuständigen Ministerien erarbeitet und anschließend die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Ampel wird in vollständiger Funktion rechtzeitig vor dem herausfordernden Herbst eingesetzt werden können, im Testbetrieb schon früher.

Weltweit meldet die WHO neuerlich Rekordzuwächse bei der Ausdehnung der Corona-Pandemie. Besonders betroffen sind neuerlich die USA, Brasilien (über 2 Mio. Betroffene), Indien mit bereits über einer Mio. bestätigten Infektionen, Südafrika (plus 3,9%), aber auch Länder wie Kolumbien. Auch bisherige Modellländer wie Israel sind immer stärker betroffen (plus 4% und im Laufe des heutigen Tages über 50.000 Betroffene). In unserer unmittelbaren Nachbarschaft im West-Balkan steigen die Zahlen weiterhin besorgniserregend mit einem Plus von 5,5% in Montenegro bis Bosnien (3,2%), Nordmazedonien (2,7%), Kosovo (2,6%). Die von der österreichischen Bundesregierung bereits vor zwei Wochen gesetzten Gegenmaßnahmen sind daher nach wie vor besonders wichtig.

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