• 18.07.2020, 10:00:02
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  • OTS0006

„profil“: OeNB prüfte Commerzialbank Mattersburg mehrfach

2015 und 2017 fanden OeNB-Prüfer keine Hinweise auf Bilanzfälschung

Utl.: 2015 und 2017 fanden OeNB-Prüfer keine Hinweise auf
Bilanzfälschung =

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen
Ausgabe berichtet, wirken die Vorgänge rund um die mittlerweile
geschlossene Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG (CMB) umso
mysteriöser, als die Bank bereits vor 2020 von der Oesterreichischen
Nationalbank intensiv geprüft wurde – ohne dass dabei Ungereimtheiten
entdeckt worden wären. Der zurückgetretene langjährige Vorstandschef
Martin Pucher steht im Verdacht, die Bilanzen der Bank über Jahre
hindurch verfälscht zu haben; demnach dürfte ein Drittel bis die
Hälfte der ausgewiesenen Bilanzsumme von zuletzt rund 800 Millionen
(Stand Ende 2018) nicht existieren. Aufgedeckt wurde das bei einer
laufenden „Vor-Ort-Prüfung“ der Bankbücher durch die OeNB im Auftrag
der Finanzmarktaufsicht.
Nach „profil“-Recherchen hatte die Nationalbank die CMB allerdings
zuletzt 2017 geprüft, davor 2015. Da wie dort waren zwar Schwächen im
Bereich der Organisation und der Kreditgestion festgestellt und
beanstandet worden, Indizien für Bilanzfälschungen fanden die
OeNB-Prüfer aber keine. Hinzu kommt, dass der Finanzmarktaufsicht im
Wege ihrer „Whistleblower-Hotline“ in jüngerer Vergangenheit gleich
zwei anonyme Hinweise auf Ungereimtheiten bei der CMB zugegangen
waren. Einer ging vor der Prüfung 2015 ein, ein zweiter während der
anlaufenden Prüfung 2020, in beiden Fällen waren auch die Prüfer der
Nationalbank darüber informiert.
Die OeNB wollte das auf profil-Anfrage nicht kommentieren.

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