GPA-djp-Teiber: Modell „90 für 80“ kann Arbeitslosigkeit bis inklusive 2021 abfedern

Freiwilliges Modell zur Verteilung der Arbeitszeit ermöglichen

Wien (OTS) - „Laut WIFO-Prognose kommt jeder zweite Job, der heuer durch Corona verloren geht, nächstes Jahr nicht zurück. Mit dem Modell ‚90 für 80`haben wir die Chance, die Arbeitslosigkeit bis inklusive 2021 abzufedern“, sagt Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp.++++

Die Gewerkschaft GPA-djp hat das Modell „80 für 90“ vorgestellt: Ein/-e Arbeitnehmer/-in kann freiwillig die Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren und bekommt dafür 90 Prozent Gehalt, die Differenz zahlt das AMS. Voraussetzung ist, dass für die freiwerdende Zeit jemand neu im Betrieb aufgenommen wird. Für je vier Personen, die sich für das Modell entscheiden, könnte also eine neue Vollzeitstelle geschaffen werden. Vom Modell „90 für 8“`profitieren auch Unternehmerinnen und Unternehmer durch die steigende Produktivität.

„Wir wissen, dass 400.000 Beschäftigte in Österreich ihre Arbeitszeit gerne reduzieren würden. Wenn nur jeder zehnte davon mitmacht, dann schaffen wir damit 10.000 Jobs. Wenn sich ein Viertel für das Modell entscheidet, wären es sogar 25.000 neue Arbeitsplätze“, erklärt Teiber.

Die Gewerkschafterin wendet sich an Wirtschaftskammer-Präsident Mahrer: „Die Wirtschaftskammer stellt sich mit der Ablehnung des Modells ‚90 für 80` gegen eine freiwillige Lösung, niemand würde zu etwas gezwungen werden. Nehmen Sie die ideologischen Scheuklappen ab und erkennen Sie, dass wir der Arbeitslosigkeit entgegenwirken und die Wünsche hunderttausender Beschäftigter ernst nehmen müssen!“

Die Gewerkschaft GPA-djp sieht neben dem Modell „90 für 80“ nach wie vor einen Bedarf für eine neue Kurzarbeit.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Daniel Gürtler
Tel.: 05 0301-21225
Mobil: 0676/817111225
E-Mail: daniel.guertler@gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001