Brieger: Planungen zur Modernisierung der Hubschrauberflotte kurz vor Abschluss

Generalstabschef lobt das Engagement der Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres

Wien (OTS) - Der Generalstab im Verteidigungsministerium arbeitet mit Hochdruck an der Stärkung der Hubschrauberflotte des Bundesheeres. Die Beurteilungsverfahren zur Nachfolge der Alouette III laufen planmäßig und stehen kurz vor dem Abschluss. Damit ist sichergestellt, dass es nach 2023 eine neue, zusätzliche Hubschrauberflotte geben wird. Dabei geht es nicht bloß darum, einen Nachfolger zu finden, sondern um die Abdeckung spezifischer Anforderungen durch das neue Luftfahrzeug. Das Einsatzspektrum für diesen neuen Mehrzweckhubschrauber ist hoch und die österreichische Topografie eine zusätzliche Herausforderung.
Darüber hinaus ist der Standort Aigen auch in Zukunft außer Streit gestellt.

General Robert Brieger, Chef des Generalstabes, sieht in dem Nachfolgemuster eine Fähigkeitsentwicklung der Luftstreitkräfte: „Das Österreichische Bundesheer verfügt über eine leistungsfähige Hubschrauberflotte mit ausgezeichnetem Personal. Sie beherrschen ihr militärisches Handwerk und zeigen auch bei Assistenzeinsätzen, dass sie selbst unter schwierigen Bedingungen Schutz und Hilfe leisten können. Ich bin zuversichtlich, dass wir in wenigen Wochen die Aufbereitung aller Grundlagen für eine Entscheidung der Politik zur Ablöse der Alouette III vorlegen können. Damit werden wir das Fähigkeitsportfolio unserer Luftstreitkräfte erweitern können.“

Die Beschaffung soll als Government-to-Government im Sinne des europäischen Kooperationsgedankens erfolgen. Dies ist eine klare Ableitung aus früheren Rüstungsgeschäften und soll einen sauberen und transparenten Beschaffungsprozess garantieren. Die Details zum Ankauf der Hubschrauber werden Gegenstand der Verhandlungen mit potentiellen Partnern nach Abstimmung mit dem Finanzministerium sein.

Zuletzt unterstützten die Hubschrauber des Bundesheeres die Einsatzkräfte beim Felssturz in der Bärenschutzklamm in der Steiermark. Heuer flogen die Luftstreitkräfte bereits 13 Einsätze mit 18 Luftfahrzeugen zur Waldbrandbekämpfung, Vermisstensuche, Lawinenerkundungen und -sprengungen, sowie für Transporte von Einsatzkräften und für medizinischen Evakuierungen. Hier sind beispielsweise der Schilfbrand in Illmitz, der Waldbrand in Bad Eisenkappl, die Evakuierungsflüge von COVID-19 Patienten aus Bosnien oder der Transportflug eines Intensivpatienten von Vorarlberg nach Wien anzuführen.

Im militärischen Einsatzspektrum werden die Hubschrauber bei der Luftraumsicherungsoperation „Dädalus“, zur Aufklärung, zum Transport, zur Luftunterstützung oder für die Einsatzvorbereitung zum Beispiel für das Jagdkommando oder des luftbeweglichen Jägerbataillons 25 eingesetzt. Österreichs Militärpiloten genießen ein hohes Ansehen, insbesondere aufgrund ihrer Fähigkeiten zu Operationen in schwierigem alpinen Gelände.

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