Trotz Corona: Die Regelungen zur Mitnahme suchtmittelhaltiger Medikamente bei Auslandsreisen bleiben bestehen

Der Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO rät bei Urlaubsantritt zur Vorsicht, weil bestimmte Arzneimittel behördliche Bescheinigung benötigen.

Wien (OTS) - Der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO empfiehlt Patientinnen und Patienten vor Urlaubsreisen ins Ausland zu prüfen, ob es sich bei ihren ärztlich verschriebenen Medikamenten um sogenannte „suchtmittelhaltige“ Arzneimittel handelt. Dies betrifft eine breite Palette an stark wirksamen Schmerzmitteln (zB opioidhaltige Schmerzpflaster oder Medikamente) sowie psychotropen Arzneimitteln (Opiate, Cannabinoide sowie bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel). Diese unterliegen nämlich besonderen Regelungen. „Derzeit gibt es bei der Urlaubsplanung so viel zu berücksichtigen, dass man als Patientin leicht übersehen kann, dass bestimmte Medikamente beim Grenzübertritt bescheinigungspflichtig sind.“, erklärt PHAGO-Generalsekretärin Monika Vögele.

So benötigt ein Patient bei Reisen in die Staaten des Schengener Abkommens eine spezielle Bescheinigung, wenn er ein suchtmittelhaltiges Arzneimittel mitnimmt. Für Länder außerhalb des Schengener Raumes, also etwa Kroatien oder die Türkei, gibt es länderspezifische Regelungen, über die die jeweilige diplomatische Vertretung informiert.

In Österreich liefert der Vollgroßhandel pro Jahr über 10 Millionen Packungen suchtmittelhaltiger Arzneimittel an die Apotheken aus. Sowohl für die Lagerung und Lieferung als auch die Verschreibung dieser Medikamenten-Gruppe gelten strenge gesetzliche Auflagen.

Ein Blick hinter die Kulissen des Großhandels: Die Aufbewahrung erfolgt in den 23 Standorten der PHAGO-Betriebe in speziell abgesicherten und temperaturkontrollierten Räumen. Das Betreten erfolgt über ein strenges Kontrollsystem. Für die Auslieferung an die Apotheken stehen Spezialboxen bereit. Der logistische Weg dieser Medikamente wird genau aufgezeichnet und von einem eigenen Suchtmittelverantwortlichen überwacht.

Über PHAGO:

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich. Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.

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Für PHAGO:
Mag. Britta Blumencron
Britta Blumencron Gesundheitskommunikation
Tel. + 69910112223

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