WK Wien Ruck: „Einfaches Wiener Parkzonenmodell soll kommen“

Standortanwalt Biach nach rundem Tisch zum Thema Verkehr bei Vizebürgermeisterin Hebein: „Wirtschaft braucht Planbarkeit im Verkehr“

Wien (OTS) - „Es ist erfreulich, dass nun wieder etwas Bewegung ins Wiener Verkehrsthema kommt. Ein konkretes Modell oder Details zur Parkraumbewirtschaftung oder dem Wirtschaftsverkehr gibt es zwar noch nicht, aber es ist erkennbar, dass es in die Richtung geht, die wir schon mehrfach vorgeschlagen haben und uns vorstellen“, stellt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien in Reaktion auf die ersten Ergebnisse des heutigen Verkehrsgipfels bei Vizebürgermeisterin Hebein fest. Konkret ging es auch um die Schaffung eines eigenen Landesgesetzes, um losgelöst von der Straßenverkehrsordnung besseren Gestaltungsspielraum zu bekommen. Der Wiener Standortanwalt Alexander Biach, der an dem Gespräch mitwirkte, begrüßt die heute festgelegten Zielrichtungen: „Wir sind uns alle einig, dass es in puncto Verkehr in Wien dringend Maßnahmen braucht. Mit den heute vorgestellten Zielen einer Parkraumbewirtschaftung neu werden die Ideen der Wirtschaft für den Standort aufgenommen. Ein landesweit einheitliches Gesetz mit Zonen und praktikablen Regeln soll das Ziel sein. Der Wiener Verkehrsschilderwald darf durchaus gerodet werden.“

Präsident Ruck verweist auf das 5-Punkte-Verkehrs-Zukunftsprogramm der WK Wien für die Metropolregion Wien:

  • Taktverdichtung im öffentlichen Verkehr – Gerade um den Pendlern nach Wien ein vernünftiges Angebot zum Umstieg auf die Öffis zu machen, braucht es neue, mehr und dichtere Intervalle für Bus und Bahn im Großraum Wien.

  • Ausbau der Park & Ride Anlagen in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen Wien und Niederösterreich – zur Verlagerung der Pendlerströme auf den öffentlichen Verkehr.

  • Einfaches Modell zu Parkraumbewirtschaftung – der aktuelle Fleckerlteppich in der Parkraumbewirtschaftung ist zu kompliziert. Wien braucht ein einfaches und logisches Modell mit zwei oder drei preislich gestaffelten Zonen.

  • Ausbau und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur – Es stecken viele Infrastrukturprojekte in der Ostregion in der Warteschleife. Hier gilt es, auch die Verkehrsströme um Wien herum zu leiten und eine Optimierung der innerstädtischen Warenfeinverteilung durch ein neues Logistikkonzept mit vielen neuen, kleineren Logistikhubs vorzubereiten.

  • Elektromobilitätsoffensive – Flächendeckender Ausbau der Ladestationen, Öffnung der Busspuren für Elektroautos, Anreizsysteme für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge.

Biach hofft jedenfalls auf eine Intensivierung der Inhalte und Umsetzung der Vorschläge nach der Wien-Wahl: „Wien braucht ein kluges Gesamtkonzept Verkehr. Dabei muss man alle Verkehrsteilnehmer an Bord holen und alle Verkehrsträger von der Schiene bis zur Straße gleichermaßen mitdenken und weiterentwickeln.“

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