Nur Pfandsystem sichert Premium-Qualität für Kunststoffrecycling

argeAWV-Präsident KASSER spricht sich für ein hochwertiges Kunststoffrecycling aus: „Gemeinsam mit der Wirtschaft werden wir die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets erfüllen."

Die kommunalen Abfallverbände wollen gemeinsam mit der Wirtschaft die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets erfüllen. Wenn ein Mindesteinsatz von recyceltem Kunststoff insbesondere bei Getränkeflaschen gefordert ist, dann müssen wir diese Materialien nach ihrer Nutzung bestmöglich sammeln, sortieren und verwerten. Wie internationale Zahlen und Daten zeigen, kann die Qualität für hochwertige Rezyklate nur bei Einführung eines Pfandsystems gewährleistet werden. Ein effizientes Recycling von Getränkeverpackungen wird so in kurzer Zeit ermöglicht.
argeAWV-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER

Wien (OTS) - Zur Erreichung der EU Recyclingziele von Kunststoffverpackungen müssen in den nächsten fünf Jahren die Bemühungen in Österreich verdoppelt werden. argeAWV-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER unterstützt daher die Diskussionen in österreichischen Entsorgungsbetrieben für ein hochwertiges Kunststoffrecycling: „Die kommunalen Abfallverbände wollen gemeinsam mit der Wirtschaft die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets erfüllen. Wenn ein Mindesteinsatz von recyceltem Kunststoff insbesondere bei Getränkeflaschen gefordert ist, dann müssen wir diese Materialien nach ihrer Nutzung bestmöglich sammeln, sortieren und verwerten. Wie internationale Zahlen und Daten zeigen, kann die Qualität für hochwertige Rezyklate nur bei Einführung eines Pfandsystems gewährleistet werden. Ein effizientes Recycling von Getränkeverpackungen wird so in kurzer Zeit ermöglicht.“

Immer mehr europäische Länder erwägen die Einführung eines Pfandsystems für Einweg-Getränkeverpackungen. Damit kann die Erfüllung neuer EU Sammelquote von 90% im Jahr 2029 garantiert werden. Es beendet das überhandnehmende Littering. Kasser greift in der Diskussion auch eine Forderung der heimischen Entsorgungsbetriebe auf: „Die Unternehmen der Abfallwirtschaft und mit ihr Präsidentin Jüly fordern eine Mindesteinsatzquote von recyceltem Kunststoff. Bei den Plastikflaschen ist dies nur über ein Pfandsystem wirtschaftlich und ökologisch machbar. Jedes Prozent an mehr zurückgegebenen Pfandplastikflaschen trägt zu 2,5% zur Erfüllung des EU-Gesamtkunststoffverpackungsrecyclingziels von 50% bei.“

Neben einem Pfandsystem für Plastikflaschen zur Erfüllung des Kunststoffverpackungs-Recyclingzieles von 50% werden die Haushaltsverpackungssammelsysteme gemeinsam mit den Kommunen die Leichtverpackungssammlung auf alle verwertbaren Kunststoffe ausdehnen müssen. Auch im Sinne der Herstellerverantwortung muss die Wirtschaft und Industrie in neue Sortieranlagen investieren und die heutige Sortiertiefe von 40% auf 80% erhöhen.

Vorteile eines Pfandsystems für Österreich

Kasser führt weiter aus, dass ein Pfandsystem auf Einwegkunststoffflaschen, mit Mindestpfandwert und einer definierten Sammelquote sowohl eine höhere Sortenreinheit sowie eine bessere Erfassung der Getränkeverpackungen ermöglicht: „Bequeme und zugängliche Rückgabemöglichkeit bringen zudem einen weiteren Nutzen: Das achtlose Wegwerfen von Abfällen wird auf ein Minimum reduziert und Industrie und Wirtschaft erhalten durch bepfandete Einwegflaschen die beste Qualität für ein Recycling zu Lebensmittelqualität“ Der argeAWV-Präsident schließt: „Europäische Experten, wie der Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch und führende internationale Unternehmen der Umwelttechnikbranche, wie TOMRA Systems, haben aufgezeigt, dass ein Pfandsystem ein Gewinn für Umwelt und Wirtschaft ist. So erreicht Litauen mit einem seit 2016 einheitlichen Pfandsystem auf alle Getränkeverpackungen bereits eine Sammelquote von 92 Prozent. Auch in Norwegen, Dänemark und Finnland existieren entsprechende Einwegpfandsysteme. Österreichs direkter Nachbar, die Slowakei plant ebenso eine Einführung des Einweg-Pfands im Jahr 2023.“

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