• 01.07.2020, 16:05:58
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  • OTS0221

Faßmann zum Ableben von Gideon Eckhaus: Seine eindringlichen Erzählungen bleiben unvergessen

Bildungsministerium trauert um wichtigen Zeitzeugen – Langjähriger und wichtiger Begleiter von _erinnern.at_

Utl.: Bildungsministerium trauert um wichtigen Zeitzeugen –
Langjähriger und wichtiger Begleiter von _erinnern.at_ =

Wien (OTS) - „Gideon Eckhaus war ein langjähriger wichtiger
Wegbegleiter. Mit ihm verlieren wir eine starke Stimme für die
Anliegen der Holocaust-Überlebenden in Israel, eine Stimme, die
fehlen wird. Unermüdlich bis ins hohe Alter trat er für ihre Rechte
und ihr Wohlergehen ein. Für viele SchülerInnen und LehrerInnen in
Israel und Österreich sind seine eindringlichen Berichte als
Zeitzeuge unvergesslich, engagiert und beharrlich suchte er immer
wieder den Dialog mit einem oft zurückhaltenden Österreich. Eckhaus
forderte Österreich und österreichische LehrerInnen immer wieder dazu
auf Mitverantwortung an den Verbrechen zu übernehmen, in der Schule
darüber zu lehren und gegen Antisemitismus und Rassismus einzutreten.
Unser Holocaust Eduacation Institut _erinnern.at_ nimmt diesen
Auftrag sehr ernst und wird ihn im Sinne von Gideon Eckhaus
weiterführen“, so Bildungsminister Heinz Faßmann.

Ein besonderer Fixpunkt der seit 20 Jahren von _erinnern.at_
organisierten Israel-Seminare für Lehrerinnen und Lehrer bildeten die
Begegnung der Teilnehmenden mit Gideon Eckhaus. „Seine Erinnerungen
an die nationalsozialistische Verfolgung, an die Flucht ins damalige
Palästina und an seinen weiteren Lebensweg in Israel hat er trotz
ihrer Schwere und Traurigkeit stets mit viel Offenheit und Mut
vorgetragen. Eckhaus betonte darüber hinaus auch immer wieder die
pädagogische, politische und persönliche Bedeutung der Fortbildungen
in Israel und der Zusammenkunft von österreichischen Lehrkräften und
„Israeli Austrians“, so Faßmann weiter, der 2018 auch selbst den Klub
der Altösterreicherinnen und Altösterreich in Jerusalem besucht
hatte.

Im Jahr 2018 kam Gideon Eckhaus mit rund 70 weiteren Überlebende der
Shoa in ihre alte Heimat Österreich. Bei diesem Besuch hatten auch
Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Gideon Eckhaus über
seine Erfahrungen und Erinnerungen an Österreich zu sprechen. „Ich
bin dankbar für die Begegnungen mit Gideon Eckhaus und danke ihn für
seinen unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen Antisemitismus und
Rassismus“, so der Minister abschließend.

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