NEOS Wien/Emmerling: Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung muss gewährleistet, das Berufsbild der Pädagog_innen aufgewertet werden!

Bettina Emmerling: „Familien brauchen Planungssicherheit. Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in Wien ist daher unumgänglich!“

Wien (OTS) - Durch eine hohe Quote an Teilzeitbeschäftigung wird ein bildungspolitisches Problem in Wien immer offenkundiger: Die Kindergartenplätze vor allem für die 0-3Jährigen sind hart umkämpft.

NEOS Wien Bildungssprecherin Bettina Emmerling fordert daher einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung: „Für Familien ist die Planung einer der wichtigsten Faktoren. Wenn wir sehen, dass viele Betroffene bereits in der Schwangerschaft nach einem geeigneten Kindergartenplatz suchen, dann läuft etwas nicht richtig. Wir fordern daher bei Bedarf ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen hochqualitativen Bildungsplatz!“

Neben der Planungssicherheit für Familien wäre der Rechtsanspruch auch Taktgeber für eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Daher wird ein entsprechender Antrag im heutigen Gemeinderat eingebracht.

Ebenfalls ein großes Anliegen ist Emmerling eine Erhöhung des Fachkraft-Kind-Schlüssels in elementaren Bildungseinrichtungen. „Derzeit haben wir die Situation, dass das Berufsbild für Kindergartenpädagog_innen nicht sehr attraktiv ist und viele den Beruf nach kurzer Zeit wieder wechseln. Das hat auch mit dem aus unserer Sicht suboptimalen Fachkraft-Kind-Schlüssel zu tun!“, so Emmerling.

Dem österreichischen Berufsverband für Kindergarten- und Hortpädagog_innen zufolge soll das Verhältnis in Kinderkrippen von Kind zu Pädagogin maximal 1:4 und im Kindergarten maximal 1:7 sein. Die optimale Gruppengröße liegt bei maximal 12 (Krippe) bzw. 20 (Kindergarten) Kindern.

Laut Wiener Kindergartenverordnung dürfen in einer Kleinkindergruppe höchstens 15 Kinder und in einer Kindergartengruppe höchstens 25 Kinder betreut werden

„Wir fordern daher eine schrittweise Annäherung an einen Fachkraft-Kind-Schlüssel von 1 zu 8 für Kindergartengruppen und 1 zu 4 für Kleinkindergruppen, Diese Maßnahme hätte eine Attraktivierung des Berufsstandes und eine bessere individuelle Betreuung der Kinder zur Folge!“, so Emmerling abschließend.

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