Bewegung ist gesund – doch wie viel Bewegung ist empfehlenswert?

Eine Antwort auf diese und weitere Fragen zum Thema gesundheitsförderliche Bewegung geben die neuen „Österreichischen Bewegungsempfehlungen“.

  • Ziel ist, dass mehr Menschen über die Vorteile gesundheitswirksamer Bewegung Bescheid wissen, die Bewegungs- und Gesundheitskompetenz der Menschen gesteigert wird und Österreich bewegungsfreundlicher wird. Ich lade alle Personen aus dem Gesundheits- und Bewegungsförderungsbereich ein, diese Bewegungsempfehlungen aufzugreifen und im eigenen Umfeld einzusetzen und zu verbreiten. Regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten und wichtigsten Maßnahmen, um die Gesundheit auf vielen Ebenen zu verbessern. Der Wechsel von keiner oder wenig Bewegung zu mehr und regelmäßiger Bewegung ist ein entscheidender Beitrag für die Gesundheit, unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Körper-, Sinnes- oder Mentalbehinderungen.
    Rudolf Anschober, Bundesminister für Gesundheit und Präsident des Fonds Gesundes Österreich
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  • In den zehn Jahren seit der Publikation der ersten Österreichischen Bewegungsempfehlungen waren in vielen Bereichen Weiterentwicklungen zu beobachten, die eine Aktualisierung der Empfehlungen nahe legten. Wir freuen uns, dass 18 Expert/innen und Experten der „Arbeitsgruppe Körperliche Aktivität, Bewegung und Sport“ der Österreichischen Gesellschaft für Public Health unseren Auftrag angenommen, die Überarbeitung der Empfehlungen anhand aktuellster Literatur vorgenommen und in einem Wissensband aufbereitet haben. Gute Gesundheitsförderung sieht vor, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen dort abzuholen, wo sie sich befinden, und Ziele anzustreben, die erreichbar sind. Diese Ziele sehen für 25-jährige Freizeitsportler/innen und -sportler naturgemäß anders aus als für 70-jährige, körperlich bislang inaktive Personen mit Risikofaktoren.
    Dr. Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich
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  • Bei der Aktualisierung der Österreichischen Bewegungsempfehlungen wurde großer Wert darauf gelegt, Unterstützung von Fachgesellschaften zu erhalten, die die Bewegungsempfehlungen in ihrer Arbeit nützen können. Denn nach der Veröffentlichung und Verbreitung der Bewegungsempfehlungen gilt es, kooperativ möglichst viele Menschen zu unterstützen, regelmäßig Bewegung zu machen.
    Univ.-Prof. Mag. Dr. Sylvia Titze, MPH vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Graz
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  • Die gesundheitlichen Vorteile durch Bewegung sind vielfältig. So ist Bewegung ein wesentliches Instrument, das dazu beiträgt Krankheiten zu verhindern, das Leben zu verlängern, und auch unabhängig von Krankheiten die Gesundheit zu fördern. Die Bewegungsempfehlungen leisten einen wichtigen Beitrag in Richtung bewegungsförderlicher Kultur, in der körperliche Aktivität in unserer Gesellschaft als „normal“ und sozial erwünscht angesehen wird.
    Prof. Priv.-Doz. Dr. Thomas Dorner, MPH, Präsident der Österr. Gesellschaft für Public Health
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Wien (OTS) - Die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität für die Gesundheit ist bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Kommission verweisen immer wieder auf den hohen Stellenwert von Bewegung für die Gesundheit und fordern dazu auf, der Bewegungsförderung auf nationaler Ebene mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Rudolf Anschober, Bundesminister für Gesundheit und Präsident des Fonds Gesundes Österreich unterstützt die Veröffentlichung der neuen Österr. Bewegungsempfehlungen des Fonds Gesundes Österreich: „Ziel ist, dass mehr Menschen über die Vorteile gesundheitswirksamer Bewegung Bescheid wissen, die Bewegungs- und Gesundheitskompetenz der Menschen gesteigert wird und Österreich bewegungsfreundlicher wird. Ich lade alle Personen aus dem Gesundheits- und Bewegungsförderungsbereich ein, diese Bewegungsempfehlungen aufzugreifen und im eigenen Umfeld einzusetzen und zu verbreiten. Regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten und wichtigsten Maßnahmen, um die Gesundheit auf vielen Ebenen zu verbessern. Der Wechsel von keiner oder wenig Bewegung zu mehr und regelmäßiger Bewegung ist ein entscheidender Beitrag für die Gesundheit, unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Körper-, Sinnes- oder Mentalbehinderungen.

Dr. Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich, erklärt: „In den zehn Jahren seit der Publikation der ersten Österreichischen Bewegungsempfehlungen waren in vielen Bereichen Weiterentwicklungen zu beobachten, die eine Aktualisierung der Empfehlungen nahe legten. Wir freuen uns, dass 18 Expert/innen und Experten der „Arbeitsgruppe Körperliche Aktivität, Bewegung und Sport“ der Österreichischen Gesellschaft für Public Health unseren Auftrag angenommen, die Überarbeitung der Empfehlungen anhand aktuellster Literatur vorgenommen und in einem Wissensband aufbereitet haben. Gute Gesundheitsförderung sieht vor, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen dort abzuholen, wo sie sich befinden, und Ziele anzustreben, die erreichbar sind. Diese Ziele sehen für 25-jährige Freizeitsportler/innen und -sportler naturgemäß anders aus als für 70-jährige, körperlich bislang inaktive Personen mit Risikofaktoren.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Sylvia Titze, MPH vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Graz, wissenschaftliche Projektleiterin der Arbeitsgruppe betont: „Bei der Aktualisierung der Österreichischen Bewegungsempfehlungen wurde großer Wert darauf gelegt, Unterstützung von Fachgesellschaften zu erhalten, die die Bewegungsempfehlungen in ihrer Arbeit nützen können. Denn nach der Veröffentlichung und Verbreitung der Bewegungsempfehlungen gilt es, kooperativ möglichst viele Menschen zu unterstützen, regelmäßig Bewegung zu machen.

Prof. Priv.-Doz. Dr. Thomas Dorner, MPH, Präsident der Österr. Gesellschaft für Public Health und Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien, wissenschaftlicher Projektleiter der Arbeitsgruppe, ergänzt: „Die gesundheitlichen Vorteile durch Bewegung sind vielfältig. So ist Bewegung ein wesentliches Instrument, das dazu beiträgt Krankheiten zu verhindern, das Leben zu verlängern, und auch unabhängig von Krankheiten die Gesundheit zu fördern. Die Bewegungsempfehlungen leisten einen wichtigen Beitrag in Richtung bewegungsförderlicher Kultur, in der körperliche Aktivität in unserer Gesellschaft als „normal“ und sozial erwünscht angesehen wird.

Gliederung nach Altersgruppen
Die Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung sind nach Altersgruppen für sechs Zielgruppen gegliedert und gelten unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Körper-, Sinnes- oder Mentalbehinderungen:
Kinder im Kindergartenalter, Kinder und Jugendliche, Erwachsene, ältere Erwachsene, Frauen während der Schwangerschaft und danach und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen.
Weiters wurden auch Empfehlungen formuliert, um „sicher körperlich aktiv“ zu sein.
Generell gilt: Langandauerndes Sitzen soll vermieden beziehungsweise immer wieder durch Bewegung unterbrochen werden!

Konkret bedeutet dies für die einzelnen Altersgruppen:
Kinder im Kindergartenalter (3-6 Jahre) sollen sich täglich mindestens 3 Stunden über den Tag verteilt bewegen. Dabei soll die Freude an Bewegung im Vordergrund stehen und auf altersentsprechende Bewegungsformen geachtet werden.

Kinder und Jugendliche von 6-18 Jahren sollen sich täglich mindestens 60 Minuten (1 Stunde) bewegen. Zur Förderung der Ausdauer soll der Großteil der täglichen 60 Minuten Bewegung entweder mit mittlerer oder höherer Intensität ausgeübt werden. Als Teil der täglichen 60 Minuten Bewegung werden an mindestens 3 Tagen der Woche muskelkräftigende und knochenstärkende Aktivitäten empfohlen.

Erwachsene von 18 bis 65 Jahren sollten regelmäßig körperlich aktiv sein und an zwei oder mehr Tagen der Woche muskelkräftigende Übungen durchführen, bei denen alle großen Muskelgruppen berücksichtigt werden. Zusätzlich sollte mindestens 150 bis 300 Minuten (also 2 ½ bis 5 Stunden) pro Woche ausdauerorientierte Bewegung mit mittlerer Intensität gemacht werden.

Ältere Erwachsene ab 65 Jahren: Die Förderung regelmäßiger Bewegung ist für ältere Menschen besonders wichtig, weil sie im Vergleich zu anderen Altersgruppen am wenigsten körperlich aktiv sind. Grundsätzlich gelten dieselben Empfehlungen wie für Erwachsene. Zusätzlich wird empfohlen, im Rahmen des wöchentlichen Bewegungsumfangs vielseitig zu trainieren, indem Aktivitäten zur Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit sowie des Gleichgewichts durchgeführt werden. Ältere Menschen sollen die Belastung und den Umfang ihrer körperlichen Aktivität entsprechend ihrem Fitnessniveau beziehungsweise ihrer eventuellen Einschränkungen festlegen.

Frauen während der Schwangerschaft und danach: Frauen, die bis zur Schwangerschaft nicht regelmäßig körperlich aktiv waren, sollen jede Gelegenheit nützen, körperlich aktiv zu werden. Zur Entwicklung, Erhaltung und Durchblutung der Muskulatur werden tägliches Beckenbodentraining und zusätzlich muskelkräftigende Übungen ohne Pressatmung an zwei oder mehr Tagen der Woche empfohlen. Um die Gesundheit zu fördern und zu erhalten, werden mindestens 150 Minuten (2 ½ Stunden) pro Woche ausdauerorientierter Bewegung mit mittlerer Intensität empfohlen.

Erwachsene mit chronischen Erkrankungen: Wichtig ist, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Grundsätzlich gelten dieselben Empfehlungen wie für Erwachsene. Wenn erwachsene Personen auf Grund ihrer chronischen Erkrankung nicht in der Lage sind, diese Empfehlungen umzusetzen, dann sollen sie dennoch soweit wie möglich körperlich aktiv sein und Inaktivität möglichst vermeiden. Je nach Gesundheitszustand soll die Bewegung nach Rücksprache mit Ärzt/innen ausgeführt werden.

Die detaillierten Österreichischen Bewegungsempfehlungen, aktuelle Daten zum Bewegungsverhalten in Österreich, sowie die Aufbereitung aktuellster Literatur zum Thema Bewegung und Gesundheit stehen in Form eines Wissensbands auf der Website des Fonds Gesundes Österreich als Download zur Verfügung. Grafiken und Factsheets für die einzelnen Zielgruppen werden derzeit in leichter Sprache erstellt und im Herbst 2020 veröffentlicht.

Rückfragen & Kontakt:

Fonds Gesundes Österreich
Dr. Verena Zeuschner, Gesundheitsreferentin, Projektleiterin, 01/895 04 00-730, 0676/848 191 19
Gabriele Ordo, Kommunikation, 01/895 04 00-725, 0676/848 191 252

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