ÖVP-Mandl zu Korea: "Den Weg der Versöhnung jetzt nicht verlassen"

Handelsbilanz mit Südkorea beeindruckend, sichert Arbeitsplätze in EU / Südkorea auch Partner in Pandemie

Brüssel (OTS) - "Die koreanische Halbinsel zeigt wie kaum eine andere Region in der Welt, wie stark die Entfremdung durch unterschiedliche politische Systeme unter Menschen sein kann, die davor über Generationen befreundet und vereint gewesen waren. Der Ausweg muss die Versöhnung sein. Ich bin erschrocken und enttäuscht über das Säbelrasseln in der jüngsten Vergangenheit, dass von Nordkorea ausgeht. Das muss aufhören. Wir werden alles dafür tun, um die Beziehungen zu diesem abgeschotteten Land zu reaktivieren und die Menschenrechtslage dort zu verbessern. Südkorea ist ein wichtiger und enger politischer und wirtschaftlicher Partner für uns. Eine Annäherung diese beiden unterschiedlichen Staaten ist die Vorbereitung für die Versöhnung", sagt Lukas Mandl, Außenpolitik- und Sicherheitssprecher der ÖVP im Europaparlament und Vorsitzender der EU-Korea-Delegation, anlässlich des heutigen EU-Südkorea-Videogipfels.

In dieser Position ist Mandl für die Beziehungen des Europäischen Parlaments zu Nord- und Südkorea zuständig. In der Akutphase der Pandemie hatte Mandl die EU-Parlamentarier mit den Verantwortlichen in Südkorea vernetzt, um von dessen erfolgreichem Pandemiemanagement zu lernen. "Wie Österreich in Europa hat Südkorea in Asien die Akutphase der Pandemie besonders erfolgreich bewältigt. In diesen Tagen ging es um schnellen und klaren Austausch von Erfahrungen. Auch in der aktuellen zweiten Welle ist die Lage in Südkorea unter Kontrolle", so Mandl.

"Insgesamt zeigt uns Südkorea in beeindruckender Art und Weise, wie eng die Beziehungen auch über eine große Distanz hinweg sein können. Dieses Land teilt unsere demokratischen Werte und ist in der Wirtschaft und der Forschung in vielerlei Hinsicht ein erfolgreiches Vorbild. Die engen wirtschaftlichen Beziehungen führen zu einer beeindruckenden Handelsbilanz und sichern auch Arbeitsplätze im Europa. Ich hoffe, dass die Führung in Nordkorea und allfällige Machtkämpfe den Weg zur Versöhnung nicht behindern", sagt Mandl. "Auf lange Sicht wünsche ich mir eine möglichst geeinte koreanische Halbinsel zum Wohl ihrer Bewohner."

"Doch mir ist klar, dass der Weg dorthin noch weit ist. Ich appelliere an unsere Freunde in Südkorea, sich weiterhin nicht provozieren zu lassen und mit Weitblick zu handeln. Unsere Gesprächspartner im Norden bitten wir um eine Fortsetzung der koreanischen Zusammenführung, die zum Teil ermutigend begonnen hatte. Wir werden auch angesichts des 70-jährigen Jubiläums des Beginns des verheerenden und offiziell nie beendeten Korea-Kriegs nicht müde, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Mit allen Mitteln der parlamentarischen Diplomatie werden wir zur Stabilisierung, zum Frieden und zur De-Eskalation auf der koreanischen Halbinsel beitragen", schließt Mandl.

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