NEOS Wien/Weber: Ansteckungsgefahr macht Zustände in Moria untragbar

Thomas Weber: „Wien darf Corona nicht als Ausrede benutzen, um Hilfe zu verweigern“

Wien (OTS) - Bereits in normalen Zeiten beschreiben die Menschen im griechischen Flüchtlingslager Moria die dortigen Zustände als Hölle. Wie dramatisch sich die Situation zu verschlechtern droht, wenn das Corona-Virus das Lager erreicht, will sich Thomas Weber, Europasprecher der NEOS Wien, gar nicht vorstellen und kritisiert die Untätigkeit der Politik: „In einem Areal, wo zehntausende Menschen in einer Unterkunft leben, die nur für 3.100 Personen ausgelegt ist, wird es mit Physical Distancing schwierig werden. Auch das Einhalten von Hygienemaßnahmen ist ohne fließendem Wasser unmöglich. Dass sich hier eine Katastrophe anbahnt, darauf weise ich schon seit März hin. Die Coronafälle in Österreich stellen jedoch eine willkommene Ausrede dar, um die Augen vor der Problematik zu verschließen.“

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der EU-Kommission und dem UNHCR haben Luxemburg und Deutschland bereits unbegleitete Kinder aufgenommen und in Sicherheit gebracht. Österreich blockiert eine europäische Lösung weiterhin. „Wenn die Bundesregierung nicht handelt, dann muss es die Stadtregierung tun. Wir dürfen hier nicht länger die Augen verschließen und müssen aufhören, eine Wählerstimme über ein Menschenleben zu stellen. In einem Antrag appelliere ich an die Stadtregierung, die Bundesregierung aufzufordern, sich am EU-Programm zu beteiligen und die ausreichenden Kapazitäten der Stadt für die Aufnahme von schutzbedürftigen Kindern aufzuzeigen. Wir müssen jetzt handeln, um dem Virus hier keine Chance zu geben, sich weiter zu verbreiten. Im Angesicht der unsichtbaren Gefahr, ist europäische Solidarität wichtiger denn je. Der SPÖ-Vorschlag den Antrag den Ausschuss zuzuweisen, damit dieser mit Ende der Legislaturperiode verfällt, zeigt deutlich den Standpunkt der Stadtregierung. Dass gerade SPÖ und Grüne die menschenunwürdigen Zustände einfach in Kauf nehmen, schockiert mich zutiefst.“, so Weber.

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