- 25.06.2020, 13:07:53
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Industrie begrüßt Qualitätssicherungspaket für den österreichischen Hochschulraum
IV-GS Neumayer: Qualität, Exzellenz und Begabungsförderung zentral – Mehr MINT-Ausbildungs- und Qualifizierungswege ermöglichen – Studienerfolgsquoten erhöhen
Utl.: IV-GS Neumayer: Qualität, Exzellenz und Begabungsförderung
zentral – Mehr MINT-Ausbildungs- und Qualifizierungswege
ermöglichen – Studienerfolgsquoten erhöhen =
Wien (OTS) - „Qualitätssicherung ist ein unerlässlicher Baustein
einer verantwortlichen Hochschulpolitik und hat für die
österreichischen Unternehmen in Hinblick auf die Fachkräftesicherung
hohe Relevanz. Daher begrüßen wir das aktuelle
Qualitätssicherungspaket für den österreichischen Hochschulraum“, so
der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph
Neumayer, anlässlich der heutigen Beratungen des
Wissenschaftsausschusses. Die Qualität der Hochschulbildung und der
Hochschuleinrichtungen seien ein wesentlicher Faktor im
internationalen Wettbewerb, um hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie. „Künftig muss
es uns gelingen, dass heimische Hochschulen und deren Absolventinnen
und -Absolventen zu den Weltbesten zählen. Dazu müssen wir auf
Qualität und Exzellenz setzen, individuelle Begabungen und Talente
verstärkt fördern sowie ausländische Talente vermehrt anziehen“, so
der IV-Generalsekretär. Besonders positiv in Bezug auf das
Qualitätssicherungspaket seien die Weiterentwicklung der
Akkreditierungsbestimmungen, die Erhöhung der Planungssicherheit für
die Fachhochschulen durch die Verankerung des FH-Finanzierungs- und
Entwicklungsplans sowie die Miteinbeziehung der Pädagogischen
Hochschulen in die externe Qualitätssicherung. Auch die künftige
Unterscheidung zwischen Privatuniversitäten und Privathochschulen
mache Sinn.
Jungen Menschen Mut durch mehr MINT-Ausbildungs- und
Qualifizierungswege machen
Angesichts der aktuellen Lage würden Bildung, Weiterbildung und
Qualifizierung eine besondere Rolle spielen, so der
IV-Generalsekretär: „Gerade jetzt müssen wir jungen Menschen Mut und
ein attraktives Angebot an Ausbildungs- und Qualifizierungswegen
machen. Zudem brauchen die heimischen Unternehmen hervorragend
ausgebildete Fachkräfte – insbesondere im MINT-Bereich – um den
Wirtschaftsstandort nun rasch wieder zu neuer Stärke führen zu
können“, betont Neumayer. Von hoher Priorität aus Sicht der Industrie
sei es daher, den aktuellen FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan
und den MINT-Ausbau fortzusetzen, langfristig die Weichen für mehr
MINT-Graduierte zu stellen und die naturwissenschaftlich-technischen
Studienplätze für die Folgejahre aufzustocken.
Studienabbrüche vermeiden, Verbindlichkeit im Studium erhöhen
Aber auch hinsichtlich der Gestaltung der Studienpläne orte die
Industrie noch Handlungsbedarf, wie die Ergebnisse der aktuellen
Studierenden-Sozialerhebung zeigen, wonach sich nur 44 Prozent der
Studierenden im aktuellen Studium gut auf den Arbeitsmarkt
vorbereitet fühlten. „Hier gelte es noch in manchen
Hochschulbereichen nachzubessern“, so Neumayer. Hochschulpolitische
Dauerbrenner, aber dennoch wichtige Themen seien künftig auch
Maßnahmen, um Studienabbrüche zu vermeiden und generell die
Verbindlichkeit im Studium zu erhöhen. Abschließend zeigte sich der
IV-Generalsekretär optimistisch, dass diese – bereits im
Regierungsprogramm verankerten Vorhaben – auch rasch von den
hochschulpolitischen Akteuren umgesetzt werden.
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