Protest gegen rechtsextremes Stelldichein der Burschenschaft Olympia

Deutschnationale laden mit Wehrmachtsfoto rechtsextreme Gäste zum Fest

Wien (OTS) - Für den 27. Juni lädt die rechtsextreme Wiener Burschenschaft Olympia im Rahmen einer „Junibowle“ auf ihre Bude in der Gumpendorferstraße 149 ein. Beworben wird die Veranstaltung auf Facebook mit einem Bild feiernder Wehrmachtssoldaten. Dass für die Bewerbung des burschenschaftlichen Umtrunks ein Bild mit offenemm Bezug zum Nationalsozialismus gewählt wurde, zeigt, wes Geistes Kind die Burschenschafter sind. „Wir werden eine solche Veranstaltung keinesfalls kommentarlos hinnehmen und rufen zum Protest vor dem Veranstaltungsort auf“, kündigt Karla Sedlak, Sprecherin der Plattform Radikale Linke (PRL) eine Kundgebung an.

„Es ist schier erschreckend, dass diese Form der NS-Verherrlichung keinen handfesten Skandal auslöst“, zeigt sich Clara Raskowa, Pressesprecherin der Autonomen Antifa Wien empört und verweist auf die starken personellen Überschneidungen der Burschenschaft Olympia zur FPÖ und ihren vorgelagerten Organisationen wie dem RFS oder dem RfJ - ganz zu schweigen von der Verstrickung einiger Olympen in die hiesige Neonaziszene. Dem deutsch-völkischen Nationalismus folgend richtet sich die Einladung zur Junibowle explizit an „deutsche Männer und Frauen“, wie es in der Veranstaltungsbeschreibung heißt. Unter den potentiellen Gästen findet sich das gesamte Spektrum der rechtsextremen bis neonazistischen Szene.

Bereits in der Vergangenheit tat sich die Burschenschaft Olympia als eine der rabiatesten völkischen Verbindungen hervor, wie das Festhalten am „Arierparagraphen“ nach 1945 verdeutlicht. 2005 lud die Burschenschaft den Holocaustleugner David Irving nach Wien ein, außerdem wettert sie gegen das NS-Verbotsgesetz. Auch aus ihrem Sexismus und Antifeminismus macht die Olympia keinen Hehl: „Hast du […] eine Freundin mit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause“, heißt es auf der Website der Burschenschaft. Wegen ihrer Verstrickungen in den Südtirol-Terrorismus, der 21 Menschen das Leben kostete, war die Olympia sogar zeitweise verboten. Die Recherche und Dokumentation der Zusagen zum Facebook-Event der Burschenschaft Olympia finden sich auf den Homepages von "FPÖ Fails" und "Stoppt die Rechten".

Protest gegen rechtsextremes Stelldichein der B! Olympia

Datum: 27.06.2020, 16:00 - 19:00 Uhr

Ort: Gumpendorfer Straße / Ecke Mariahilfer Gürtel
Wien, Österreich

Url: https://www.facebook.com/events/185594159559336

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Plattform Radikale Linke
Pressesprecherin: Karla Sedlak
Mail: radikale-linke@riseup.net

Autonome Antifa Wien
Pressesprecherin: Clara Raskowa
Mail: afa_wien@riseup.net

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