Rudolf Kolbe ist neuer Freiberufler-Präsident

Als Präsident der Bundeskonferenz der Freien Berufe vertritt der Ziviltechniker die Anliegen von 82.000 Freiberuflern.

Die Regierung hat sich ausschließlich mit der Wirtschaftskammer abgestimmt und die Freien Berufe außen vor gelassen. Wir möchten zukünftig solch vermeidbaren Leerlauf umgehen und seitens der Regierung stärker eingebunden werden
Rudolf Kolbe

Wien (OTS) -

Coronakrise zeigt: Sozialpartnerschaft muss weitergedacht werden

Im Zuge der Einführung und der Abwicklung des Corona-Kurzarbeitsmodells gab es mehrfach Probleme. Beispielsweise änderten sich die Antragsformulare zur Corona-Kurzarbeit oftmals mehrfach am selben Tag. Als Kollektivvertragspartner sind die Freiberufler-Kammern Unterzeichner der Kurzarbeitsformulare, aber werden von der Politik nicht als Sozialpartner wahrgenommen. Das Einbeziehen der Freien Berufe hätte von Anfang an für mehr Sicherheit und Klarheit in der Abwicklung der Corona-Hilfsmaßnahmen gesorgt. Spezialisten für Steuer- und Arbeitsrecht, die ebenfalls zu den Freien Berufen zählen, hätten in einem frühen Stadium die Anwendbarkeit der Hilfen positiv beeinflusst.

„Die Regierung hat sich ausschließlich mit der Wirtschaftskammer abgestimmt und die Freien Berufe außen vor gelassen. Wir möchten zukünftig solch vermeidbaren Leerlauf umgehen und seitens der Regierung stärker eingebunden werden“, fordert Präsident Kolbe.

Die Relevanz der Freien Berufe innerhalb der Österreichischen Gesellschaft ist evident. Die Krise hat deutlich gezeigt, dass Freie Berufe systemrelevante Arbeit leisten: Die Gesundheitsberufe wie Ärzte, Apotheker und Zahnärzte haben in dieser Zeit Außerordentliches geleistet und Dienstleistungen der Steuerberater, Anwälte, Notare, Ziviltechniker, etc. waren ebenso unverzichtbar. Aufgrund der schwer überblickbaren Corona-Verordnungsflut mussten die Freiberufler, stärker denn je, als „Übersetzer“ dieser Bestimmungen für die Allgemeinheit fungieren.

Die Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO) ist der Dachverband der 9 Freiberufskammern in Österreich. Die BUKO vertritt 82.000 Mitglieder. Diese verzeichnen 170.000 Beschäftigte.

Als wesentlicher Wirtschaftsfaktor und Arbeitgebervertreterin in Österreich ist es uns ein Anliegen, stärker in die Gespräche der Sozialpartner eingebunden zu werden.

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