- 23.06.2020, 14:08:14
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Industrie zu EIS 2020: Müssen Österreich in Spitzengruppe der „Innovation Leader“ bringen
IV-GS Neumayer: Verbesserung auf Rang 8 erfreulich, aber es gibt weiteres Potenzial – FTI-Strategie 2030 nutzen, um Forschung und Entwicklung voranzutreiben
Utl.: IV-GS Neumayer: Verbesserung auf Rang 8 erfreulich, aber es
gibt weiteres Potenzial – FTI-Strategie 2030 nutzen, um
Forschung und Entwicklung voranzutreiben =
Wien (OTS) - „Dass sich Österreich um einen Rang auf Platz 8
verbessern konnte, ist erfreulich – aber es ist nicht genug. Wir
müssen bei Forschung und Entwicklung zu den Besten aufschließen und
Österreich in der Spitzengruppe der ‚Innovation Leader‘ in Europa
positionieren“, so Christoph Neumayer, Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), am heutigen Dienstag anlässlich der
Veröffentlichung des diesjährigen Innovationsanzeigers der
Europäischen Kommission (EIS 2020). Seit 15 Jahren pendle Österreich
als Forschungs-, Technologie- und Innovationsstandort (FTI) zwischen
den Rängen 6 und 11 hin und her. Österreich verharre somit als
‚Strong Innovator‘ im besseren Mittelfeld der EU. „Wenn wir zum
‚Innovation Leader‘ werden wollen, dürfen wir aber nicht im
‚Stiegenhaus der Zukunft‘ stehenbleiben, sondern brauchen einen
entschlossenen, dynamischen Vorstoß ins oberste Stockwerk – dorthin,
wo sich die forschungsstärksten Länder Europas versammelt haben“,
stellt der IV-Generalsekretär klar. Dazu werde ein nationaler
Kraftakt notwendig sein, der nicht nur von allen Akteuren des
heimischen Innovationsökosystems mitgetragen wird, in dem sich
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und forschende
Unternehmen gemeinsam engagieren. Es werde auch die politische
Schubkraft aus unterschiedlichsten Gestaltungsbereichen brauchen.
Thema FTI breit denken, um Standort weiter auf die Überholspur
zu bringen
„Wir müssen das Thema viel breiter denken. Bildungs-, Steuer-,
Zuwanderungs- oder Kapitalmarktpolitik brauchen eine Fokussierung auf
FTI, um den Standort endlich auf die Überholspur zu bringen. Nicht
erst die Digitalisierung hat uns klargemacht, dass wir den Wohlstand
in Österreich nur über die besten Ideen und hellsten Köpfe absichern
können. Wir wissen heute: Dort wo FTI stattfindet, entstehen mehr
neue Jobs, höhere Produktivität, mehr Exporte und mehr Investitionen.
Dadurch steigt in Summe auch die Widerstandskraft von Volkswirtschaft
und Gesellschaft in Krisenzeiten“, so der IV-Generalsekretär mit
Blick auf die Erfahrungen aus der COVID-19-Krise. Es wäre daher
seitens der Bundesregierung wünschenswert, die schon begonnenen
Initiativen im FTI-Bereich weiter zu intensivieren. Im Zentrum
sollten dabei eine ambitionierte FTI-Strategie 2030 mit messbaren
Zielen, der Start einer Technologieoffensive für die angewandte
Forschung und Entwicklung, ein budgetärer Wachstumspfad von
mindestens +7 Prozent im Forschungsfinanzierungsgesetz, die
Verstetigung der Nationalstiftung und des Österreich-Fonds sowie ihre
Weiterentwicklung zum „Zukunftsfonds“, ein starkes Europäisches
Forschungsrahmenprogramm und eine konkrete Roadmap auf dem Weg zu 20
Prozent mehr Technikgraduierten in Österreich stehen. „Die
Industriellenvereinigung hat mit ihrem Positionspapier ‚Forschung.
Technologie. Industrie. Lösungen für unsere Gesellschaft und
Zukunft!‘ einen Weg skizziert, wie Österreich einen Spitzenplatz im
Europäischen Innovationsranking erreichen kann. Diesen Weg sollten
wir einschlagen“, so Neumayer abschließend.
Weitere Informationen: www.iv.at/medien
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