Wer gut hören will, braucht zwei Ohren

Über die Bedeutung von binauralem/beidseitigem Hören

Wien (OTS) - Jeder Mensch braucht zwei funktionierende Ohren. Fällt nur eines aus, sind Gespräche in lauter Umgebung kaum zu verstehen. Auch das Richtungshören funktioniert nicht, und im Alter steigt das Sturzrisiko. Daher ist auch bei einseitigem Hörverlust eine optimale Versorgung mit Hörgerät und/oder Hör-Implantat sinnvoll. Darauf weist der österreichische Hör-Implantate-Hersteller MED-EL heute hin.

Etwa eines von 1.000 Neugeborenen kommt mit hochgradigem, einseitigem Hörverlust zur Welt. Und auch im Erwachsenenalter ist einseitiger Hörverlust aufgrund von Hörstürzen oder Unfällen immer wieder Thema. Unversorgt bedeutet das für die Betroffenen oft soziale Isolation, weil das Verstehen von Menschen vor allem in größeren Gruppen nicht mehr funktioniert. Auch Richtungshören ist nicht mehr möglich: Sämtliche Geräusche kommen über das gesunde Ohr herein – selbst, wenn sie an der Seite des anderen Ohrs entstehen. Studien zeigten zudem, dass einseitiger mittelschwerer Hörverlust das Risiko für Haltungsinstabilität um das 2,7-fache erhöht. Betraf der Hörverlust beide Ohren, war das Risiko „nur“ um das 2,3-Fache höher.[1] Im besten Fall macht all das den Familienalltag anstrengender, im schlimmsten Fall kann es zu Unfällen führen.

Beidseitige Implantation schützt vor Gefahren und erhöht Lebensqualität

Daher werden sowohl Babys und Kinder als auch zunehmend mehr Erwachsene beidseitig mit Hör-Implantaten versorgt, wenn ein Hörgerät nicht oder nicht mehr den gewünschten Hörerfolg bringt. Ein Hör-Implantat verstärkt Schall nicht wie ein Hörgerät, sondern übernimmt die Funktion der beschädigten Hörzellen. Diese Art des elektronischen Hörens ermöglicht es gehörlosen Personen, (wieder) zu hören. Selbst Musik lässt sich mit Geräten von MED-EL wieder gut wahrnehmen.

Oberösterreicherin hört dank Cochlea-Implantat wieder

Sabine Weinberger-Pramendorfer ertaubte nach einem Hörsturz von einem Tag auf den anderen am linken Ohr. Das einseitige Hören belastete die geforderte Angestellte täglich. „Man braucht einfach für alles länger, es ist wie ein chronischer Schlafmangel: Zu Mittag hätte ich mich jeden Tag niederlegen können, so müde war ich. Ich habe dann die Arbeit aufgegeben, weil es zu schwierig war.“ Auch Treffen in großen Runden waren für die Oberösterreicherin nicht mehr machbar. Im Dezember 2019 erhielt sie schließlich ihr Cochlea-Implantat (CI). Heute kann sie Gesprächen auch in schwierigen Situationen wieder folgen, egal ob im halligen Restaurant oder im Kaffeehaus mit regem Betrieb. Und auch den Einstieg ins Berufsleben hat die knapp 50-Jährige schon geplant. „Ich bin sehr zufrieden und ermutige jeden Menschen mit Hörverlust, an die Möglichkeit eines CI zu denken.“

Hör-Implantate für jede Form des Hörverlusts

Heute gibt es für jede Form von Hörverlust die ideale Versorgung. Bei mildem Hörverlust ist ein Hörgerät meist ausreichend. Liegt eine schwerere Form der Schwerhörigkeit vor, können Hör-Implantate helfen. Ist der Hörverlust an einem Ohr schwerwiegender als am anderen, lassen sich Hörgerät und Hör-Implantat miteinander kombinieren.

„Die ein- bis zweistündige Operation zählt seit Jahren zu den Routineeingriffen und zu den sichersten Eingriffen in der HNO-Heilkunde“, erklärt Prim. Dr. Thomas Keintzel, Leiter der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Wir raten unseren Patienten auch bei einseitiger Ertaubung zu einem Implantat, denn nur so lässt sich das volle Hörvermögen ausschöpfen – und damit auch die volle Lebensqualität.“

Implantationen werden in Österreich an jeder Universitätsklinik und an nahezu jedem Landeskrankenhaus angeboten. Die Kosten trägt das öffentliche Gesundheitssystem.

Pressefotos und eine ausführliche Pressemappe finden Sie unter folgendem Link:

http://www.publichealth.at/portfolio-items/binaurales-hoeren/


[1] Bang SH et al.: Association Between Hearing Loss and Postural Instability in Older Korean Adults. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg. 2020 Apr 23.

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