Stammler: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Löhne für ErntehelferInnen

Grüne fordern Aufnahme von Sozialstandards in Qualitätsproduktion

Wien (OTS) - Wie gestern bekannt wurde, mussten rumänische ErntehelferInnen in Mannsdorf im Marchfeld unter menschenunwürdigen Zuständen arbeiten. In der Berichterstattung, angestoßen von Frau A., einer rumänischen Erntehelferin, ist von 14 Stunden Arbeitstagen, vier Euro Stundenlöhnen und Elendsquartieren die Rede.

Clemens Stammler, Regionalsprecher der Grünen und selbst Biobauer, zeigt sich angesichts dieser Bilder entsetzt: „Es kann nicht sein, dass ErntehelferInnen einerseits als systemrelevante Arbeitskräfte eingeflogen, andererseits nach Strich und Faden ausgebeutet werden“.

„Als Biobauer ist mir Nachhaltigkeit besonders wichtig, jedoch muss Nachhaltigkeit auch soziale und arbeitsrechtliche Standards miteinschließen“, betont Stammler. Aus diesem Grund spricht sich der Grüne Regionalsprecher dafür aus, auch Sozialstandards in die Qualitätsproduktion mitaufzunehmen.

Als Grund für diese Missstände nennt Stammler unter anderem den internationalen Preisdruck, welcher auch in Österreich zu einem Lohn- und Sozialdumping führt. „Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit dürfen insbesondere in der Landwirtschaft kein Widerspruch sein. Die Produktion zu Weltmarktpreisen führt zu einer Produktion niedrigster Umwelt- und Sozialstandards“, hält Stammler fest.

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