• 17.06.2020, 16:00:17
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  • OTS0221

ÖSTERREICH: Haftbefehl gegen Drahtzieher des Ibiza-Videos bestätigt

H. in Zwischenbericht der SOKO Ibiza/Tape massiv von ehemaligem Geschäftspartner belastet

Utl.: H. in Zwischenbericht der SOKO Ibiza/Tape massiv von
ehemaligem Geschäftspartner belastet =

Wien (OTS) - Nach dem brisanten Bericht der Soko Ibiza über alle
bisherigen Ermittlungserfolge wird jetzt einer der Köpfe der
Ibiza-Clique per Haftbefehl gesucht, wie die Tageszeitung ÖSTERREICH
in ihrer Donnerstag-Ausgabe berichtet. Was bisher in ÖSTERREICH zu
lesen war, wird nun bestätigt bestätigt: Es existiert bereits ein
Haftbefehl gegen Detektiv H.

H. gilt als einer der Drahtzieher des gesamten Ibiza-Projekts und
ist trotz mehrmaliger Versuche des Bundeskriminalamts nicht zu
Einvernahmen in Wien erschienen - H. ist untergetaucht. Dass er sich,
wie sein Berliner Anwalt Johannes Eisenberg meinte, in Deutschland
aufhält, bezweifeln Ermittler: Vielmehr wird er in Spanien oder aber
in Kroatien vermutet. Dorthin führt auch die aktuelle Spur des
verschwundenen Ibiza-Lockvogels „Alyona Makarov“.

H., der mit einem Wiener Juristen gemeinsam zum Führungsteam der
Ibiza-Video-Clique gehören dürfte, werden von der Staatsanwaltschaft
gleich mehrere Delikte vorgeworfen: So gilt der Tatverdacht nach §
108 Strafgesetzbuch (Täuschung), § 120 (Missbrauch von Tonaufnahmen),
§ 224 (Urkundenfälschung), § 144 (Erpressung), sowie § 28 a
(Suchtgifthandel) und § 50 Waffengesetz. Damit drohen ihm eine
Höchststrafe von bis zu fünf Jahren Haft.

Im neu aufgetauchten Zwischenbericht der Soko Ibiza wird Detektiv
H. auch massiv durch die Zeugenaussage seines früheren
Geschäftspartners W. belastet. Der sagte am 14. Mai dieses Jahres um
12.30 Uhr vor der Soko Ibiza: „Der ,innere Kreis‘ bezüglich
Strache-Vernichtung war aus meiner Sicht sein Bodyguard, der Anwalt,
sowie S. und H.“ Die Treffen dieser Gruppe bei einem Nobelitaliener
in der Wiener Innenstadt hätten bereits „ab 2012/2013 stattgefunden“.
Und: „Ich kann definitiv sagen, dass es schon damals Thema war, HC
Strache zu erpressen. H. war aufgrund des Kokains in diese Treffen
involviert. Ich hab, als ich bei diesen Treffen anwesend war, nie
verstanden, woher genau dieser Hass gegen Strache kam. Ich sehe das
aber so, dass diese Partie einfach Kohle machen wollte.“

Für H. und alle weiteren mutmaßlichen Tatverdächtigen gilt die
Unschuldsvermutung.

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