NEOS zu Bauern-Pensionen: Unfaires Geschenk

Gerald Loacker: „Während jene, die von der Corona-Krise massiv betroffen sind, um jeden Euro Hilfe anstehen müssen, wird einer Gruppe, die nicht betroffen ist, die Pensionen erhöht.“

Wien (OTS) - Klar ablehnend reagiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker auf die angekündigte Pensionserhöhung für Bäuerinnen und Bauern im Zuge der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung: „Hier wird von der ÖVP beinharte Klientelpolitik betrieben und als Corona-Maßnahme verkauft. Die Kurz-Partei will einfach ein Zuckerl verteilen, aber nicht die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns abfedern. Die Pensionen der Bäuerinnen und Bauern sind von den Einschränkungen der Wirtschaft unberührt, bekommen jetzt aber ohne Antrag unbürokratisch eine Pensionserhöhung um EUR 450. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Betriebe, für alle Menschen, die ihre Arbeit verloren haben oder in Kurzarbeit sind und jetzt um jeden Euro Hilfe oder Unterstützung anstehen müssen.“

Loacker macht darauf aufmerksam, dass die Pensionsversicherungsbeiträge der Bauern mit 17% viel günstiger sind, als die Beiträge der Arbeiter_innen und Angestellten mit 22,8%. Auch betrage der Bundeszuschuss pro Pension in der Bauernversicherung ein Vielfaches vom Zuschuss zu den ASVG-Pensionen. „Es gibt überhaupt keinen Anlass, jetzt Geld an eine spezielle Gruppe zu verteilen, die von der Coronakrise überhaupt nicht betroffen ist“, so Loacker.

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