- 15.06.2020, 10:46:10
- /
- OTS0053
„Universum“ ab 16. Juni „undercover unter Tieren“ unterwegs
Fast lebensecht nachgebaute Hi-Tech-Tierpuppen liefern überraschende Einblicke in die Welt ihrer lebendigen „Artgenossen“
Utl.: Fast lebensecht nachgebaute Hi-Tech-Tierpuppen liefern
überraschende Einblicke in die Welt ihrer lebendigen
„Artgenossen“ =
Wien (OTS) - Was man kennt, macht einem keine Angst! Nach diesem
Motto hat der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmer John Downer
eine Idee in die Tat umgesetzt, die dem Tierfilm ganz neue
Perspektiven eröffnet: Fast lebensecht nachgebaute, ferngesteuerte
Tierpuppen begeben sich „undercover“ unter ihre echten, lebendigen
„Artgenossen“. Mit Kameras bestückt liefern sie Einblicke in deren
Verhalten, wie sie mit traditionellen Methoden nicht zu erreichen
wären. Rund um den Globus – zu Pinguinkolonien in der Antarktis, zu
Elefantenherden in der afrikanischen Savanne, zu Hanuman-Languren in
Nordindien – schickt Regisseur John Downer seine Tier-Spione aus;
ihre Kamera-Augen ermöglichen der dreiteiligen „Universum“-Serie
„Undercover unter Tieren“ ab 16. Juni 2020, jeweils Dienstag um 20.15
Uhr in ORF 2, überraschende Einblicke ins komplexe Leben der Tiere.
Eine ganze Reihe nachgebauter Wildtiere mit Hi-Tech-Innenleben hat
das Team um John Downer für die BBC-Serie „Undercover unter Tieren“
(Bearbeitung: Jutta Karger) aufgeboten. U. a. hilft ein Orang-Utan
mit täuschend echter Mimik in der nächsten Folge, „Klugen Köpfen auf
der Spur“ (23. Juni), den großen Menschenaffen ganz nahe zu kommen.
Teil drei – „Gemeinsam statt einsam‘“ (30. Juni) – widmet sich dem
Teamwork in der Tierwelt.
Vorsicht ist geboten, wenn der mechanische Welpe im Wildhund-Rudel
zum Einsatz kommt. Afrikanische Wildhunde sind ernstzunehmende Jäger,
selbst für Löwen eine Konkurrenz. Doch er ist nicht nur mit einem
Kamera-Auge ausgestattet, er kann sich auch wie ein Hund bewegen und
mit Schwanzwedeln und Körpersprache deutlich machen, dass er
freundlich gesinnt ist. Er wird akzeptiert und bald schon Zeuge
dramatischer Momente: Eine Löwin hat den Geruch der jungen Welpen
aufgespürt. Sie setzt alles daran, den Nachwuchs ihrer Konkurrenz zu
vernichten, aber auch die Wildhunde gehen bis zum Äußersten, um ihre
Jungen zu schützen. Im ersten Teil des „Universum“-Dreiteilers geht
es um „Die Macht der Gefühle“. Gibt es die auch im Tierreich oder
sind Emotionen Menschen vorbehalten? Mutterliebe scheint das
Brutpflegeverhalten vieler Tiere zu motivieren, es ist verblüffend,
wie behutsam selbst ein so gefährliches Reptil wie das Nilkrokodil
sein Maul einsetzen kann, wenn es darum geht, die frisch geschlüpften
Jungen in Sicherheit zu bringen. Sogar das „falsche“ Baby mit dem
Kamera-Auge wird von der fürsorglichen Krokodil-Mutter vorsichtig
aufgeklaubt und ins Wasser transportiert.
Auch in der Elefantenherde gibt es Nachwuchs. Das Neugeborene wiegt
rund 100 Kilogramm und steht bald im Mittelpunkt des Interesses.
Ältere Geschwister, Tanten und Cousinen umringen den Kleinen
schützend. Um ohne Argwohn zu erregen in dieses engmaschige soziale
Netz vorzudringen, müssen Roboter-Tiere zum Einsatz kommen, die für
die Elefanten vertraute Weggefährten sind: Ein Robo-Reiher und eine
ferngesteuerte Robo-Schildkröte sind dabei, wenn der kleine Elefant
auf die Beine kommt und zum ersten Mal von seiner Mutter gesäugt
wird.
Die Rotschnabel-Tokos in Kenia setzen ganz besonders auf Sicherheit
vor Nesträubern: Das Weibchen wird während der Brutzeit in der
Nisthöhle regelrecht eingemauert, ein falsches Vogelei mit Kamera ist
auch mit dabei. Sie muss sich darauf verlassen können, dass ihr
Partner sie mit Nahrung versorgt. Erst zwei Monate später, wenn die
Küken nicht mehr gehudert werden müssen, wird sie sich aus dem Nest
befreien und endlich wieder die Flügel spreizen können. Bei den
Adelie-Pinguinen in der Antarktis besteht das Nest nur aus einem
Häufchen Steine. Für den Nestbau sind die Männchen zuständig. Der
Undercover-Pinguin des Filmteams hat auch ein paar besonders
attraktive „Steine“ mit eingebauter Kamera mitgebracht. Aus nächster
Nähe erlebt er mit, wie skrupellos es in der Brutkolonie zugeht, wenn
es gilt, das schönste Nest zusammenzutragen und die Weibchen zu
beeindrucken.
Ein ganz besonders berührender Moment hat sich eher durch Zufall
ergeben: Auch in eine Kolonie von Hanuman-Languren in Indien wurde
ein „falscher“ Artgenosse eingeschleust. Die Affen zeigten großes
Interesse an dem „fremden“ Jungtier – das dabei beschädigt wurde. Auf
die Languren muss die plötzlich regungslos daliegende Attrappe
gewirkt haben wie ein totes Affenkind – so etwas wie Betroffenheit
ist in ihrem Verhalten zu lesen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






