- 12.06.2020, 10:00:31
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„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2020 geht an Reinhard Kaiser-Mühlecker
Übergabe des mit 15.000 Euro dotierten Anton-Wildgans-Preises im Dezember 2020 im Haus der Industrie
Utl.: Übergabe des mit 15.000 Euro dotierten Anton-Wildgans-Preises
im Dezember 2020 im Haus der Industrie =
Wien (OTS) - Der Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker erhält den
von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der
Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2020. Der mit 15.000
Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen
Jury vergeben, am 9. Dezember wird er vom Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener
Haus der Industrie überreicht. Die Jury begründet die Auswahl von
Reinhard Kaiser-Mühlecker für die diesjährige Auszeichnung wie folgt:
„Die Romane und Erzählungen von Reinhard Kaiser-Mühlecker führen in
Regionen, in denen vieles stillsteht, weil der Anschluss an die
jüngsten Modernisierungsprozesse längst verloren gegangen ist; und
sie nehmen Figuren ins Visier, die gewöhnlich als Verlierer oder
Entwurzelte angesehen werden. Aber aufs Korn nehmen sie die gängigen
Wahrnehmungen, indem sie scheinbar stichhaltige Vereinbarungen mit
äußerst verdichteten Erkundungen konfrontieren, die um den
Zusammenhang von Geschichte und Mentalität oder Landschaft und
Mentalität kreisen, ohne auf eine Pointe abzuzielen. Mit einer
poetischen Akribie sondergleichen, die an Stifter, Hamsun, Tumler und
Handke erinnern mag, doch seit langem schon als ureigenes
Markenzeichen der Bücher von Kaiser-Mühlecker gelten darf, wird gegen
jedes vorschnelle Urteil Einspruch angemeldet und stattdessen jede
Art die Welt zu betrachten, nicht zuletzt auch jede große Erzählung
selbst unnachgiebig einer Nachprüfung unterzogen.“
Geboren 1982 in Kirchdorf a. d. Krems, wuchs Reinhard
Kaiser-Mühlecker im oberösterreichischen Eberstalzell auf und
studierte später Landwirtschaft, Geschichte und Internationale
Entwicklung in Wien. Sein Debütroman „Der lange Gang über die
Stationen“ erschien 2008, es folgten u.a. „Magdalenaberg (2009),
„Wiedersehen in Fiumicino“ (2011), „Roter Flieder“ (2012) und
„Schwarzer Flieder“ (2014). Für sein bisheriges Schaffen erhielt der
österreichische Schriftsteller zahlreiche renommierte
Literaturpreise, darunter den Literaturpreis der Jürgen
Ponto-Stiftung, den Österreichischen Staatspreis und den
Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Mit dem
Roman „Fremde Seele dunkler Wald“ (2016) gelang Reinhard
Kaiser-Mühlecker zudem der Sprung in die Shortlist des Deutschen
Buchpreises.
Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen
Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber
(Ehrenpräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur),
Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an
der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin)
zusammen. Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem
Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder
mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft
verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für
die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist“.
Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe
von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie
Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger,
Sabine Gruber, Olga Flor, Robert Seethaler, Erich Hackl, Sabine
Scholl und Daniel Kehlmann.
Ein Foto von Reinhard Kaiser-Mühlecker finden Sie hier:
https://bit.ly/3h7sqow (Copyright: Jürgen Bauer. Das Foto ist
honorarfrei bis 30.11.2020 zum einmaligen Gebrauch binnen eines
Jahres nach Erhalt des Fotos für Pressearbeit und Werbung des S.
Fischer Verlags. Bitte geben Sie den Bildnachweis an. Andere
Nutzungen sind honorarpflichtig! Kein Archivrecht! Keine Weitergabe
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