• 28.05.2020, 15:53:06
  • /
  • OTS0230

KV Chemische Industrie: Beschäftigte machen weiter Druck

Aktionen trotz Corona in dutzenden Betrieben in ganz Österreich

Wien. (OTS) - 

Nach dem Scheitern der dritten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 45.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie fanden in ganz Österreich in dutzenden Betrieben Protestaktionen statt.  „Der Unmut der Beschäftigten über das Verhalten der Arbeitgeber und auch die Bereitschaft weitere Aktionen zu setzen, kam eindrucksvoll zum Ausdruck. Corona zwingt uns zum Abstand, aber die Branche der chemischen Industrie rückt näher zusammen“, so die Verhandlungsleiter Alfred Artmäuer (PRO-GE) und Günther Gallistl (GPA-djp). Die Arbeitgeber boten zuletzt 1,45 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung und damit einen realen Einkommensverlust an. Bis jetzt haben sich die Arbeitgeber nicht an den Verhandlungstisch zurück begeben und es liegt kein neues Angebot der Arbeitgeber auf dem Tisch.++++

 

„Für die Bewältigung der Krise können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht doppelt und dreifach zahlen, durch Kurzarbeit, Steuerleistung und Reallohnverluste. Wirtschaftlich ging es der Branche im letzten Jahr so gut wie selten zuvor. Auch Dividenden wurden und werden ausgeschüttet. Die Beschäftigten haben in dieser Zeit ein hohes Ausmaß an Flexibilität und großen Einsatz gezeigt und haben sich eine reale Einkommenserhöhung verdient. Die großteils von ArbeitnehmerInnen aufgebrachten Steuermittel für Kurzarbeit und Konjunkturpakete dienen der Rettung von Unternehmen und Arbeitsplätzen und dazu gehört auch die Sicherung der Kaufkraft der Beschäftigten, was auch zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise enorm wichtig ist“, so Artmäuer und Gallistl.

 

Am kommenden Donnerstag, 4. Juni, finden in Wien und Linz Konferenzen mit Streikschulungen statt, bei denen weitere Maßnahmen beschlossen werden. Sollten die Arbeitgeber nicht am Verhandlungstisch mit einem wesentlichen verbesserten Angebot zurückkommen, werden die innerbetrieblichen gewerkschaftlichen Maßnahmen fortgesetzt. Beim ÖGB wurde bereits um eine Streikfreigabe angesucht.

 

Rückfragen & Kontakt

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at

PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit Mathias Beer
Tel.: 01 53 444 69035
Mobil: 0664 6145 920
E-Mail: mathias.beer@proge.at
Web: www.proge.at
~

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel