Pensionskassen trotz Corona-Krise stabil

Aktuell sehr gute Entwicklung der Pensionen - Veranlagungsergebnis deutlich besser als Finanzmärkte - langfristige Performance plus 5,4 Prozent pro Jahr

Wien (OTS) - Im 1. Quartal 2020 konnten die Pensionskassen ihren Kunden auf Basis des sehr guten Jahresergebnisses 2019 gute Nachrichten übermitteln: rund 60 Prozent aller Pensionen wurden 2020 erhöht, rund 40 Prozent aller Pensionen blieben auf gleichem Niveau. Die Pensionskassen hatten 2019 ein sehr gutes Jahresergebnis von plus 11,6 Prozent erwirtschaftet (laut Oesterreichischer Kontrollbank - OeKB). Nur das Jahresergebnis hat Auswirkungen auf die Pensionshöhe. „Ein Quartal macht noch keinen Sommer. Einzelne Quartalsergebnisse spielen daher für die Pensionshöhe keine Rolle. Auch der Jahresvergleich einzelner Quartale ist nur bedingt relevant“, erklärt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen. Für Zusatzpensionen zählen die Erträge über Jahrzehnte.

Die Corona-Krise hat weltweit einen starken Einbruch der Börsen bewirkt. Dies hat auch das Veranlagungsergebnis der österreichischen Pensionskassen im 1. Quartal 2020 negativ beeinflusst. Dieses liegt bei durchschnittlich minus 10 Prozent. Dennoch managen die Pensionskassen die ihnen anvertrauten Gelder sehr gut, denn mit diesem Ergebnis hielten sich die Pensionskassen im 1. Quartal deutlich besser als die vergleichbaren großen Börsen-Indizes – der DAX hatte minus 25,5 Prozent, der Dow Jones minus 19,9 Prozent zu verzeichnen.

Die langfristige Entwicklung zeigt die Stärke des Systems: Der langjährige Durchschnitt für die Veranlagungs-Performance der Pensionskassen lag Ende 2019 bei plus 5,4 Prozent pro Jahr. Inzwischen gibt es auf den Finanz- und Kapitalmärkten deutliche Aufwärtsentwicklungen und gibt es bis zum Jahresende noch Erholungspotenzial. Das Ziel der Pensionskassen im weiteren Jahresverlauf ist es wiederum eine gute Performance für unsere Kunden zu erwirtschaften.

Vergleichbar schwierige Veranlagungsjahre wie 2001 oder 2008 konnten mittelfristig bereits wieder geglättet werden. „Denn nach solchen Krisen geht es an den Märkten meist wieder deutlich bergauf, damit rechnen Experten auch diesmal“, erklärt Andreas Zakostelsky.

Der „Reservekanister“ ist gut gefüllt

Zudem haben die Pensionskassen aufgrund des sehr guten Veranlagungsergebnisses des Vorjahres (mit einer durchschnittlichen Performance von plus 11,6 Prozent) Reserven gebildet. Diese sogenannten „Schwankungsrückstellungen“ sind mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar. Sollte zum Jahresende Bedarf bestehen, bieten diese Reservekanister die Möglichkeit, einige Prozentpunkte zu glätten und somit das Ergebnis entsprechend abzufedern. (PWK228/JHR)

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