2. Juni-Welthurentag – grünes Licht für das Rotlicht in Sicht

Sexarbeiter*innen in Österreich können wieder arbeiten

  • In der Krise hat sich die Situation nochmals verschärft, viele Sexarbeiter*innen kämpfen seither um ihre Existenzen.
    Eva van Rahden, Leiterin der Beratungsstelle SOPHIE für Sexarbeiter*innen
    1/4
  • Verschärfend war der im Zuge der Corona-Krise lauter werdende Ruf nach einem generellen Sexkaufverbot, nach Vorbild des „Schwedischen Modells“.  Dem treten wir entschieden entgegen.
    Eva van Rahden, Leiterin Beratungsstelle SOPHIE für Sexarbeiter*innen
    2/4
  • Die Volkshilfe Wien/Beratungsstelle SOPHIE ist notwendiger denn je, damit die Sexarbeiter*innen eine laute, wahrnehmbare Stimme haben und weiterhin Unterstützung bekommen.
    Tanja Wehsely, Geschäftsführerin Volkshilfe Wien
    3/4
  • Es ist ganz im Sinne der Volkshilfe Wien Menschen vom Rand in die Mitte und ins Licht zu holen
    Tanja Wehsely, Geschäftsführerin Volkshilfe Wien
    4/4

Wien (OTS) - Die Volkshilfe Wien spricht sich mit ihrer Beratungsstelle SOPHIE anlässlich des Welthurentages am 2. Juni vehement für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiter*innen aus.

Eva van Rahden, Leiterin der Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen „SOPHIE“ der Volkshilfe Wien stellt dazu fest: „Schon vor der Corona-Krise waren Sexarbeiter*innen von Diskriminierung, Stigmatisierung, erschwerten Arbeitsbedingungen und einem erschwerten Zugang zu den öffentlichen Leistungssystemen betroffen. In der Krise hat sich die Situation nochmals verschärft, viele Sexarbeiter*innen kämpfen seither um ihre Existenzen. Wir haben bisher über 300 Lebensmittelpakete/Gutscheine ausgegeben und 2020 über 400 Frauen bei der Existenzsicherung beraten.“

„Verschärfend war der im Zuge der Corona-Krise lauter werdende Ruf nach einem generellen Sexkaufverbot, nach Vorbild des „Schwedischen Modells“. Dem treten wir entschieden entgegen. Die Folge eines Verbots wäre eine weitere Stigmatisierung des Berufs und die Verdrängung der Sexarbeit in die Illegalität, in der die Sexarbeiter*innen dann ganz ohne Unterstützung und Schutz auskommen müssten. Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel würde so Tür und Tor geöffnet werden. Statt eines Verbots braucht es daher ein Konzept zur sicheren Sexarbeit in Österreich, einen Diskurs abseits der Stigmatisierung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen“, so van Rahden weiter.

Tanja Wehsely, Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien begrüßt die erst kürzlich veröffentlichte 231. Verordnung der Bundesregierung*, die es Sexarbeiter*innen ab dem ersten Juli wieder ermöglicht, ihrer Arbeit nachzugehen, ausdrücklich: „Es war höchst an der Zeit, dass das Arbeitsverbot aufgehoben wird, und klar geregelt wird, wie Sexarbeit in Corona-Zeiten geleistet werden kann“.

„Die Volkshilfe Wien mit ihrer seit 17 Jahren tätigen Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen war in den letzten Monaten buchstäblich damit beschäftigt, den Sexarbeiter*innen das Überleben zu sichern. Durch Ausgabe von Lebensmittelpaketen, Lebensmittelgutscheinen und Beratung in allen Lebenslagen. In einem Monat können die Sexarbeiter*innen wieder ihrer Arbeit nachgehen. Die Volkshilfe Wien/Beratungsstelle SOPHIE ist notwendiger denn je, damit die Sexarbeiter*innen eine laute, wahrnehmbare Stimme haben und weiterhin Unterstützung bekommen. Es ist ganz im Sinne der Volkshilfe Wien Menschen vom Rand in die Mitte und ins Licht zu holen,“ so Wehsely abschließend.

Die Volkshilfe Wien mit ihrer Beratungsstelle SOPHIE bittet um Unterstützung**.

*Link Erlass
**Spendenkonto
Volkshilfe Wien
Kennwort: SOPHIE IBAN: AT05 2011 1800 8048 0000 BIC: GIBAATWW

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Wien Gemeinnützige Betriebs-GmbH
Romana Bartl
Public Affairs/Presse
+43 676 8784 1770
R.Bartl@volkshilfe-wien.at
www.volkshilfe-wien.at
www.facebook.com/VolkshilfeWien

Favoritenstraße 83
1100 Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHW0001