- 28.05.2020, 08:39:31
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ÖAMTC: In den letzten zehn Jahren 74 Verkehrstote an Pfingstwochenenden
Mobilitätsclub rät zu defensiver Fahrweise und erhöhter Konzentration auf der Straße
Utl.: Mobilitätsclub rät zu defensiver Fahrweise und erhöhter
Konzentration auf der Straße =
Wien (OTS) - In 2020 sind im österreichischen Straßenverkehr laut
vorläufigen Zahlen des BMI bisher 115 Personen tödlich verunglückt.
Dieser Wert liegt aktuell 12 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres
und auch deutlich unter dem Stand von 2018. Diese positive Tendenz
ist durchaus auf die stark verminderte Mobilität in den letzten
Wochen zurückzuführen. "Aktuelle Statistiken zeigen jedoch, dass
wieder deutlich mehr Menschen unterwegs sind – dementsprechend ist
auch das Kfz-Verkehrsaufkommen langsam auf dem Weg zum
Vorkrisen-Niveau. Nach wochenlanger Corona-Isolation haben zuletzt
viele Menschen die freien Tage wieder vermehrt für Ausflüge und
Besuche bei Verwandten und Freunden genutzt", erklärt
ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.
Erhöhtes Verkehrsaufkommen zu Pfingsten erfordert volle
Konzentration
Mit Pfingsten steht nun ein verlängertes Wochenende bevor, das in den
vergangenen Jahren von zahlreichen schweren Verkehrsunfällen
überschattet war. Seit 2010 starben an dem Feiertagswochenende in
Österreich 74 Menschen bei Verkehrsunfällen, mehr als 6.000 wurden
verletzt (Quelle: Statistik Austria / Bearbeitung der
ÖAMTC-Unfallforschung). Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein
erhöhter Mix unterschiedlichster Verkehrsteilnehmer wie Auto-,
Motorrad-, Moped- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger sind auf den
Straßen unterwegs. "Personen auf zwei Rädern stellen eine
Risikogruppe dar und erfordern die besondere Aufmerksamkeit aller
Verkehrsteilnehmer", hält der ÖAMTC-Verkehrstechniker fest. "Ebenso
spielt das Wetter eine Rolle. An einem verregneten Wochenende sind
naturgemäß weniger Ausflügler und insbesondere Zweiradfahrer
unterwegs. Dementsprechend passieren weniger Unfälle. In der wärmeren
Jahreszeit und bei guter Wetterlage neigen Verkehrsteilnehmer zur
Selbstüberschätzung und zu unüberlegten Fahraktionen." Häufigste
Unfallursachen sind Unachtsamkeit bzw. Ablenkung, Vorrangverletzungen
sowie nicht angepasste Geschwindigkeit."
Verkehrsteilnehmer und Exekutive sind gefordert
Für einen sicheren Straßenverkehr an Pfingsten bedarf es eines
funktionierenden Zusammenspiels von Verkehrsteilnehmern und
Exekutive. "Eine verstärkte Präsenz der Polizei mit zusätzlichen
Kontrollen sehen wir grundsätzlich positiv", so Nosé und fügt hinzu:
"Die Präsenz der Exekutive begünstigt eine nachhaltige
Verkehrserziehung, die vor allem durch Kontrollen, insbesondere durch
Anhaltungen, erzielt werden kann. So sollten neben den
Hauptverkehrsrouten besonders auf stark befahrenen Motorrad- und
Ausflugsrouten verstärkt Überwachungen stattfinden. Denn sichtbare
Präsenz der Polizei verstärkt die Aufmerksamkeit und das korrekte
Verhalten der Verkehrsteilnehmer." Der Mobilitätsclub rät
Verkehrsteilnehmern außerdem, sich im Straßenverkehr defensiv und
aufmerksam fortzubewegen. "Wenn ich mich im Straßenverkehr bewege,
muss ich stets damit rechnen, dass andere Fehler machen", mahnt der
ÖAMTC-Verkehrstechniker. Angepasste Geschwindigkeit sowie die
Einhaltung des geforderten Sicherheitsabstandes können bereits einen
wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten.
Verkehrstote und Verletzte bei Unfällen zu Pfingsten (Freitag
bis Montag; seit 2010)
Jahr Unfälle mit Personenschaden Verkehrstote Verletzte 2010 440 6 582 2011 424 9 587 2012* 519 6 653 2013 466 4 590 2014 647 13 788 2015 333 9 415 2016 341 4 468 2017 528 6 663 2018 392 8 524 2019 582 9 747
Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung: ÖAMTC-Unfallforschung
* ab 2012 geänderte Erhebungsmethodik – direkte Vergleichbarkeit mit
den Vorjahren nicht möglich.
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