Virale Erkrankungen frühzeitig feststellen und ihre Ausbreitung verhindern

Tests zum Nachweis viraler Infektionen sind für viele Viruserkrankungen verfügbar. Dennoch fehlt oftmals die Bereitschaft oder die Möglichkeit, sie in Anspruch zu nehmen.

Bei der derzeit grassierenden Corona-Pandemie kommen wir kaum nach, Tests zum Nachweis einer Infektion in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Wäre die Nachfrage bei anderen derartigen Tests ebenfalls höher, könnten die entsprechenden Infektionsraten niedriger gehalten werden
Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG

Wien (OTS) - Für Sars-COV-2 konnten in kurzer Zeit Antikörpertests entwickelt werden, die aufgrund der raschen, weltweiten Verbreitung dieses Virus breit zum Einsatz kommen. Auch für andere, ebenfalls virale Erkrankungen gibt es – schon seit längerem – derartige Tests, um beispielsweise eine HIV- oder Hepatitis-Erkrankung nachzuweisen. „Doch diese Tests werden noch viel zu selten von der Bevölkerung in Anspruch genommen bzw. ihr zur Verfügung gestellt, weshalb sich solche Viruserkrankungen weiterhin ausbreiten. Zwar nicht so rasant wie das Coronavirus, aber dennoch in vielen Regionen ungehindert. Das ist eine Belastung und Gefahr für jene, die erkranken und es ist auch eine Belastung für die Gesundheitssysteme. Wäre die Bereitschaft höher, solche Tests in Anspruch zu nehmen, könnten auch diese Viruserkrankungen eingedämmt und im Idealfall sogar ausgemerzt werden“, sagt Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG angesichts der European Testing Week.

Die European Testing Week ist eine zweimal jährlich (Mai und November) stattfindende, europaweite Kampagne, um das Bewusstsein für den Wert von HIV- und Hepatitis-Virustests zu schärfen und damit auch die Bereitschaft bei den Menschen zu erhöhen, derartige Angebote auch anzunehmen. Laut aktueller WHO-Zahlen, die dieser Tage im Zuge einer Pressekonferenz der Hepatitis Hilfe Österreich genannt wurden, sind weltweit 257 Mio. Menschen von Hepatitis B, 71 Mio. von Hepatitis C und 37,9 Mio. von HIV betroffen.

„Bei der derzeit grassierenden Corona-Pandemie kommen wir kaum nach, Tests zum Nachweis einer Infektion in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Wäre die Nachfrage bei anderen derartigen Tests ebenfalls höher, könnten die entsprechenden Infektionsraten niedriger gehalten werden“, so Herzog. Man könne daher nicht oft genug auf die Bedeutung von Tests und medikamentöser Therapien für die einzelnen Betroffenen, aber auch für das Gesundheitssystem hinweisen. „Denn eine Erkrankung früh festzustellen, erhöht die Chance, wieder davon zu genesen und auch die Chance, dem Gesundheitssystem Kosten zu ersparen“, ist Herzog überzeugt. In diesem Sinne gelte es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und Tests auch weltweit niederschwellig verfügbar zu machen.

Über die PHARMIG: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Mai 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die Pharmig und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Rückfragen & Kontakt:

PHARMIG - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA MA MBA
Head of Communications & PR
01/40 60 290-20
peter.richter@pharmig.at
www.pharmig.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PHA0001