SoHo-Lindner ad Bogner-Strauß: Kürzung bei HIV-Prävention ist der absolut falsche Schritt!

Sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo fordert sofortige Rücknahme der Streichung von Förderungen für den Verein Stop AIDS

Graz/Wien (OTS/SK) - Eine absolute Fehlentscheidung ist die angekündigte Streichung der gesamten Förderung für den steirischen Verein „Stop AIDS“ durch ÖVP-Landesrätin Bogner-Strauß für den Vorsitzenden der sozialdemokratischen LGBTIQ-Organisation SoHo, Mario Lindner. „Die ohnehin zu geringen Förderungen für den Verein, der wichtige Präventionsarbeit in Graz und der Steiermark leistet, komplett zu streichen ist nicht nur kurzsichtig, sondern auch fahrlässig. Gerade in der Frage von HIV/AIDS-Prävention darf’s nicht um die parteipolitischen Scheuklappen gehen“, zeigt sich Lindner empört, „Was es braucht sind echte Investitionen statt kurzsichtige Förderstopps. Dass die Landesrätin lieber immense Folgekosten in Kauf nimmt, solange diese nicht in ihr Ressort fallen, ist wirklich traurig.“ Stop AIDS erhielt seitens des Landes Steiermark bisher die ohnehin läppische Unterstützung von € 3.000,-. Damit konnten gerade einmal Sachkosten des ehrenamtlichen Präventions-Vereins abgedeckt werden. Aktivisten des Vereins berichten, dass die Landesrätin die Streichung im persönlichen Gespräch damit begründet hat, dass die Folgekosten „eh die Krankenkasse“ zahlt. ****

Für SoHo-Vorsitzenden Lindner fällt diese Kürzung in ein trauriges Muster ideologisch bedingter Kürzungen in wichtigen gesellschaftspolitischen Einrichtungen: „Bogner-Strauß war schon als Frauenministerin die willige Ausführungsgehilfin konservativer Angriffe auf zivilgesellschaftliche Netzwerke – ihre Kürzungen bei Frauen-Organisationen und Familienberatungsstellen sind heute noch österreichweit zu spüren und haben für viele Betroffene enorme Einschränkungen mit sich gebracht. Jetzt setzt sie diese undurchdachte Strategie in der steirischen Landesregierung fort.“

Für die SoHo steht fest: Jeder Euro, der in HIV/AIDS-Prävention fließt, ist gut eingesetzt. Die Folgekosten für jeden Neuinfizierten sind ein Vielfaches dessen, was für Aufklärungsarbeit ausgegeben wird. „Statt feiger Einsparung braucht es mehr öffentliche Investitionen in diesen Bereich und – gerade in Zeiten von Corona – in zivilgesellschaftliche Netzwerke im Allgemeinen“, so Lindner abschließend. (Schluss) up/mp

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