• 20.05.2020, 09:06:14
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Zum ersten Todestag von Niki Lauda spricht seine Witwe Birgit exklusiv auf Ö3: „Niki fehlt uns überall, jeden Tag 24 Stunden.“

Wien (OTS) - Vor einem Jahr – am 20. Mai 2019 – ist der dreifache
Formel-1-Weltmeister Niki Lauda im Kreise seiner Familie in der
Universitätsklinik in Zürich verstorben. Bisher hat seine Witwe
Birgit Lauda alle Interviewanfragen abgelehnt, jetzt übermittelte sie
Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl, die das Ehepaar Lauda seit vielen
Jahren freundschaftlich begleitet, einen Einblick in ihre Gefühle und
das Trauerjahr. Birgit Lauda auf Ö3: „Man kann gar nicht richtig in
Worte fassen, wo Niki überall fehlt, er fehlt uns einfach überall. Er
fehlt jeden Tag 24 Stunden. Aber langsam versuchen wir aus dieser
Wolke der Trauer herauszufinden.“ Niki sei auch ein Jahr nach seinem
Tod für sie und ihre Kinder omnipräsent, so Birgit Lauda weiter: „Für
uns ist er eigentlich immer da und ich merke, wie stark so eine
Beziehung und Bindung nach dem Tod mit einem Menschen, den man so
geliebt hat, noch bestehen kann. Da fällt mir auch dieser Spruch ein:
‚Die Beziehung endet nicht mit dem Tod. Der Tod beendet ein Leben,
aber er beendet nicht eine Beziehung mit einem Menschen.‘“

Besonders die Zwillinge Max und Mia – mittlerweile zehn Jahre alt –
an ihrer Seite zu haben, bedeutet für Birgit Lauda ein großes Glück:
„Zu sehen wie sie aufwachsen mit diesem wunderbaren Vorbild Vater,
das ist auch etwas ganz Besonderes. Die zwei schauen ihm so ähnlich
und haben auch so viele Eigenschaften von ihm – dass wir zu dritt so
eine Verbundenheit haben, hilft natürlich auch. Die ist natürlich
durch so einen Schicksalsschlag noch verstärkt worden.“ Zur
Bewältigung der Trauerarbeit hat Birgit Lauda psychologische Hilfe in
Anspruch genommen, wie sie Claudia Stöckl erzählte, dort wurde ihr
geraten, die Erinnerung an „ihren Papi“ auch für die Kinder ganz
selbstverständlich in den Alltag zu integrieren. Die 41-Jährige
erklärte auf Ö3: „Wir versuchen aktiv an uns zu arbeiten, indem wir
Hilfe in Anspruch nehmen, wir versuchen resilient zu werden gegenüber
dieser Situation und gestärkt daraus hervorzukommen. Es gelingt
mittlerweile, auch sehr positive Momente, die mit viel Glück und
Freude auch verbunden sind, zu erleben. Aber immer wieder auch in
Bezug auf den Niki, auf den Papi von Max und Mia.“ Via Hitradio Ö3
bedankte sich Birgit Lauda auch für die vielen aufmunternden
Nachrichten während der langen Krankheit ihres Mannes und
Beileidskundgebungen nach seinem Tod: „Niki hat so viele Menschen
gehabt, die sich um ihn gekümmert haben und so viele, denen seine
Geschichte wirklich nahe gegangen ist. Ich habe großen Zuspruch
erfahren. Dafür möchte ich mich sehr bedanken.“ Am heutigen Todestag
will Birgit Lauda ganz still dem großen Österreicher – den sie auf Ö3
einfach „mein Niki“ nannte und mit dem sie „ein wirklich gutes Team“
war – gedenken. Sie wird mit ihren Kindern ans Grab ihres Mannes am
Heiligenstädter Friedhof gehen: „Natürlich wäre es viel schöner
gewesen, wenn Niki noch 20 Jahre gelebt hätte. Aber man muss
versuchen auch damit seinen Frieden zu machen. Er hätte mit
Sicherheit wollen, dass wir in eine glückliche Zukunft schauen.“

Das gesamte Interview aus dem heutigen Ö3-Wecker gibt es auf der
Ö3-Homepage zum Nachhören.

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