Bernhuber zum Green Deal: Gemeinsame Verantwortung für den Klimaschutz

Hauptlast des Green Deals nicht auf einen Sektor konzentrieren / EU muss auf erneuerbare Energien setzen / Forderung nach CO2-Zöllen und Besteuerung von Kerosin und Schiffsdiesel

Kilb (OTS) - "Es ist die gemeinsame Verantwortung der Weltgemeinschaft, das Klima und die Umwelt zu retten", sagt Alexander Bernhuber, Umweltsprecher der ÖVP im EU-Parlament vor der heutigen Präsentation der „Farm-to-Fork“- und Biodiversitätsstrategie im Rahmen des Green Deals. „Die Hauptlast darf nicht einem Sektor allein aufgeladen werden. Für konsequenten Klimaschutz muss jeder einen Beitrag leisten.“

Die Vorschläge, die die EU-Kommission heute vorlegt, beinhalten Maßnahmen, die vorwiegend die Land- und Forstwirtschaft belasten. Bernhuber fordert innovative und wirksame Ansätze der EU-Kommission, die alle Sektoren in die Pflicht nehmen.

"Weltweit verursacht die Verbrennung von Kohle und Erdöl 36 Milliarden Tonnen fossiles CO2 pro Jahr. Das sind unfassbare Klimasünden, für die wir Lösungen brauchen, wie zum Beispiel CO2-Zölle und die Besteuerung von Kerosin und Schiffsdiesel auf internationaler Ebene“, sagt Bernhuber und verweist auf Schifffahrt, LKW-Verkehr und "brandgefährliche" Kohlekraftwerke in Mitgliedstaaten im Osten, die das Klima und die Umwelt belasten.

Utl.: Auf Zukunftstechnologien setzen

"Erneuerbare Energien sind Schlüsseltechnologien für ein klimaneutrales Europa. Österreich geht hier als kleines Land mit großem Beispiel voran und setzt auf heimische, erneuerbare Energieträger wie Wasserkraft, Biomasse, Solar und Wind. Einige EU-Länder haben hier Aufholbedarf", sagt Bernhuber und betont, dass in Österreich bereits jetzt schon mehr als 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Ressourcen erzeugt wird, großteils aus Wasserkraft. Innerhalb der EU hingegen liegt der Durchschnittswert bei lediglich rund 30 Prozent und Strom wird weiterhin vielfach aus Kohle und Nuklearenergie gewonnen. „Das ist für die Europäische Kommission ein dringender Aufruf zum Handeln“, schließt Bernhuber.

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