• 19.05.2020, 14:49:32
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  • OTS0181

Ein Jahr Landesgalerie Niederösterreich

Das neue Museum für österreichisches Kunstschaffen auf der Kunstmeile Krems feiert Geburtstag

Utl.: Das neue Museum für österreichisches Kunstschaffen auf der
Kunstmeile Krems feiert Geburtstag =

St. Pölten (OTS/NLK) - Vor einem Jahr, am 25. und 26. Mai 2019,
eröffnete die Landesgalerie Niederösterreich als neues Museum für
bildende Kunst am Tor zur Wachau, einer der bedeutendsten
Kulturlandschaften Österreichs. Der architektonisch markante Neubau
stellt einen Meilenstein in der Entwicklung der Kunstmeile Krems dar.

Sieben Ausstellungen wurden seit Mai 2019 präsentiert, die um drei
zentrale Themen kreisten: die Landschaft als Natur- und Kulturraum,
den Menschen und das Sammeln. Bis zum Ende des Jahres 2019 sind
73.331 Besucher/innen in die Landesgalerie Niederösterreich gekommen.

Herausragende Ereignisse im ersten Jahr waren das Pre-Opening, das
Grand Opening oder die Aktion #MyMuseum, an der sich bereits in den
Monaten vor der Eröffnung des Hauses knapp 2.000 Schüler/innen
kreativ beteiligten. Bei internationalen Fachtagungen sorgte das
Projekt für Begeisterung. Hinzu kommen digitale
Kunstvermittlungsprojekte, die in enger Zusammenarbeit mit
Hochschulen entwickelt werden: so etwa das Virtual-Reality-Projekt
Scan2VR am IMC Krems in Kooperation mit dem Land Niederösterreich.
Auch im Rahmen des Studiengangs Experimentelle Medien der FH St.
Pölten erweist sich die Landesgalerie Niederösterreich als spannendes
Forschungsfeld für Studierende.

Ein starkes Zeichen für ihre Ausrichtung setzte die Landesgalerie
Niederösterreich mit der ersten Personale im musealen Kontext der
international reüssierenden Künstlerin Renate Bertlmann. Als erste
Frau in der Geschichte bespielte Bertlmann 2019 auch den
österreichischen Pavillon bei der Biennale in Venedig mit einer
Einzelpräsentation.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse brachte die Forschungsarbeit rund
um die umfassende Sammlungspräsentation des Franz Hauer hervor. Die
Exponate, darunter Meisterwerke der Kunstgeschichte von Egon Schiele,
Oskar Kokoschka oder Albin Egger-Lienz, wurden aus zahlreichen
renommierten Museen und Privatsammlungen aus Europa und den USA
zusammengetragen und ergänzten den – nicht minder bedeutenden –
Bestand der Landessammlungen Niederösterreich. Mit den
Themenschwerpunkten Selbstdarstellung und Landschaft konnte die
Landesgalerie Niederösterreich zahlreiche weitere Kunstschätze der
Landessammlungen Niederösterreich aus dem Depot ins Glanzlicht der
Öffentlichkeit rücken.

Der spektakuläre Fund eines mittelalterlichen Hafens während der
Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Museums führte zur
wissenschaftlichen Auseinandersetzung seitens der Landessammlungen
Niederösterreich sowie zur künstlerischen Forschung im Rahmen der
Personale Carola Dertnigs.

Bisher wurde der innovative Neubau der Vorarlberger Architekten
Bernhard und Stefan Marte unter anderem mit zwei renommierten
Architekturpreisen prämiert: mit dem Iconic Award für innovative
Architektur und dem German Design Award für Excellent Architecture.
Im Frühjahr 2020 überzeugte die Landesgalerie Niederösterreich auch
die Jury des GVBT-Betonpreises in allen Kategorien.

„Die Landesgalerie Niederösterreich ist ein Kunst- und
Architekturjuwel! Die einzigartige Architektur des Hauses sowie die
Mischung aus Kunstwerken vom 19. Jahrhundert, über die klassische
Moderne, bis zu ganz jungen Arbeiten spricht das Publikum und
Künstler/innen ebenso wie Expert/innen über die Grenzen hinaus
besonders an. Herzlichen Glückwunsch zu einem gelungenen ersten
Ausstellungsjahr und mögen viele weitere folgen!“, gratuliert
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum einjährigen Jubiläum.

„Die Besucherzahlen im Jahr 2019 haben unsere Erwartungen
übertroffen. Ebenso glücklich bin ich über Begegnungen und emotionale
Momente im Eröffnungsjahr. Dass neben der internationalen Wahrnehmung
unser Haus von der umliegenden Bevölkerung als Ausstellungsangebot,
aber auch als Treffpunkt so großartig angenommen wurde, hat mich am
meisten berührt! Mit voller Euphorie sind wir im Jänner 2020 in unser
erstes Vollbetriebsjahr gestartet. Dann kam Corona und wir mussten
die Landesgalerie Niederösterreich schließen und unser gesamtes
Programm umdenken. Mit den beteiligten Künstler/innen,
Leihgeber/innen und den Landessammlungen Niederösterreich hat unser
Team rasch zu guten Lösungen gefunden, sodass wir uns jetzt alle auf
die Öffnung des Hauses freuen“, resümiert Christian Bauer,
künstlerischer Direktor der Landesgalerie Niederösterreich. „Wir
können in wenigen Wochen mit „Schiele – Rainer – Kokoschka“ eine der
großartigsten Privatsammlungen Österreichs präsentieren und die
Wachau in einer umfassenden Ausstellung feiern, die von einer
Präsentation des Künstlers Michael Goldgruber begleitet wird“, freut
sich Bauer über das bevorstehende Re-Opening des Museums.

„Viele Exponate, die wir in den letzten zwölf Monaten gezeigt haben,
sind eigens für unsere Einzel- bzw. Gruppenausstellungen entstanden.
Die intensive Zusammenarbeit mit den zahlreichen Künstler/innen war
sehr inspirierend und bereichernd“, betont Günther Oberhollenzer,
Kurator der Landesgalerie Niederösterreich. „Eine Freude war es auch
zu sehen, dass die Ausstellungen in der Kulturszene Österreichs
starken Widerhall fanden und medial umfangreich rezipiert wurden.“

Nach der mehrmonatigen Covid-19-bedingten Schließung und den damit
einhergehenden Änderungen im Ausstellungsplan öffnet die
Landesgalerie Niederösterreich am 01. Juli 2020 wieder ihre Türen für
Besucher/innen. Gleich drei neue Ausstellungen werden zu sehen sein:
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wachau als
UNESCO-Weltkulturerbe-Region steht bis 6. März 2022 die große Schau
„Wachau. Die Entdeckung eines Welterbes“ auf dem Programm. Knapp 800
Werke vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, in
erster Linie Schätze aus den Landessammlungen Niederösterreich,
setzen den berühmten Landstrich imposant in Szene. Das 3.
Obergeschoss ist bis 18. Oktober 2020 Michael Goldgruber gewidmet.
Mit kritischem Blick untersucht der zeitgenössische Künstler in
seinen Foto- und Filmarbeiten, wie sich der Mensch seinen Kulturraum
erschafft oder auch eine Landschaft als Wildnis definiert. Unter dem
Titel „Schiele – Rainer – Kokoschka. Der Welt (m)eine Ordnung geben“
ist im Untergeschoss bis 28. Februar 2021 die beeindruckende Sammlung
von Ernst Ploil zu sehen. Ausgehend von der Zeit um 1900 präsentiert
die ca. 180 Werke umfassende Ausstellung so unterschiedliche
Künstler/innen wie Anton Romako, Maria Lassnig, Gerhard Richter oder
Donald Judd. Noch bis 16. August ist „Ich bin alles zugleich.
Selbstdarstellung von Schiele bis heute“ zu sehen, eine Ausstellung,
die aufgrund ihres dynamischen Konzepts in den letzten Monaten
mehrere Veränderungen erfuhr und zum mehrmaligen Besuch einlädt.

„Bis die Landesgalerie Niederösterreich wieder öffnet, nutzen wir die
Zeit für die Weiterentwicklung des Museumsplatzes, der unsere
Besucher/innen bereits in den Sommermonaten zum Verweilen und
Genießen einladen wird“, stellt Direktor Bauer in Aussicht. So wird
das Areal um das neue Museumsgebäude sowie zwischen der Kunsthalle
Krems und dem Karikaturmuseum Krems grüner werden, mit mehr Pflanzen,
Trinkwasserbrunnen und Nebeldüsen. Bereits Mitte Mai hat das
Museumsrestaurant Poldi Fitzka seinen Betrieb wieder aufgenommen und
bewirtet seine Gäste Indoor sowie im Schanigarten.

Weitere Informationen: Maria Schneeweiß, Telefon 0664/60499171,
E-Mail: maria.schneeweiss@kunstmeile.at

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