- 18.05.2020, 15:39:08
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LR Eichtinger/Chwojka/Kraut: Gesundheitsversorgung im Akut- und Notfall
Wird durch Einsatz von Pflege- und Rettungsexperten neu aufgestellt
Utl.: Wird durch Einsatz von Pflege- und Rettungsexperten neu
aufgestellt =
St. Pölten (OTS/NLK) - Auf Grund der ständig steigenden Erfordernisse
in der präklinischen Versorgung wird die Zusammenführung der
Berufsbilder des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und
Krankenpflege sowie des Notfallsanitäters in Form der Acute Community
Nurse (ACN) erprobt. „Die Rolle dieser Gesundheitsexperten wird jene
des Problemlösers sein, sowohl in der 24/7 Akutversorgung von
pflegebedürftigen Personen als auch in der Notfallrettung als
Unterstützung und Bindeglied zwischen nicht-ärztlichen und ärztlichen
Rettungsdienst.“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger
und weiter: „Daher startet mit 18. Mai 2020 im Bezirk Bruck/Leitha
der Pilotbetrieb.“
Vor allem in Randzeiten des Tages, an Wochenenden und in der Nacht
sind bestehende Strukturen in der häuslichen medizinischen und
pflegerischen Versorgung teilweise nur eingeschränkt vorhanden.
Rotkreuz-Landesrettungskommandant Werner Kraut: „Derzeit muss bei
akuten Pflegeproblemen in vielen Fällen ein nicht unbedingt
notwendiger Transport in ein Klinikum erfolgen. Bei Personen mit
diagnostizierten und austherapierten chronischen Grunderkrankungen
oder bei akuten Problemen mit Sonden, sowie nach Entlassung von
ungeplanten ambulanten oder kurz-stationären Aufenthalten können
diese neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steuernd und helfend
eingreifen“. Aber auch Visiten im Auftrag bzw. in Absprache mit
regional tätigen niedergelassenen Ärzten fallen in den
Aufgabenbereich.
Da die Grenze zwischen Akutversorgung und Notfalleinsatz oft
verlaufend ist, sind genau diese Expertinnen und Experten optimal, um
diesen Aufgabenbereich zu erfüllen. Erfahrene diplomierte
Pflegepersonen mit der höchstmöglichen Ausbildung im Rettungsdienst
als Notfallsanitäter bilden eine neuartige Kombination, um optimal
auf Bedürfnisse von Hilfsbedürftigen zu reagieren. Auch deshalb ist
der Einsatz in der Notfallrettung ein Betätigungsfeld. Gemeinsam mit
den ortsansässigen Rettungsorganisationen kann so hier eine
Verbesserung in der Versorgung erreicht werden.
Die Vernetzung dieses Angebots in bestehende Strukturen der NÖ
Gesundheitslandschaft wird ein Erfolgsfaktor für das Projekt. Notruf
NÖ Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka: „Durch die
Integration bei Notruf NÖ, wo alle kommunikativen
Gesundheitsanforderungen über 144, 141, 1450 oder den vielen anderen
Kontaktmöglichkeiten zusammenlaufen, kann hier sichergestellt werden,
dass der optimale Gesundheitsdienstleister zum optimalen Zeitpunkt
für die Patientin/den Patienten zum Einsatz kommt.“ Chwojka weiter:
„Sollte jedoch beispielsweise ein niedergelassener Arzt oder ein
mobiler Pflegedienst nicht übernehmen können, dann kommt eine ACN zum
Einsatz.“ Durch vorbereitende Gespräche mit den Stakeholdern der
Region ist eine problemlose Zusammenarbeit sichergestellt. Denn es
soll nicht zu einem Eingriff in eine bereits funktionierende
Regelversorgung kommen, sondern zu einer Erweiterung und Verbesserung
des Versorgungs- und Pflegeangebots kommen.
NOTRUF NÖ GesmbH, Presseservice, Hotline +43 1 20660 25144, E-Mail
presse@notrufnoe.at, www.notrufnoe.at, www.144.at.
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