Ernst-Dziedzic zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Feindlichkeit: "Wir haben noch einen weiten Weg vor uns"

Grüne arbeiten an konkreten Vorhaben zur Verbesserung der rechtlichen Situation in Österreich

Wien (OTS) - „Am morgigen Tag feiern wir die Vielfalt unserer queeren Community. Wir tun das mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge“, sagt die LGBTI-Sprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Feindlichkeit (IDAHOBIT), der seit 2005 jährlich am 17. Mai stattfindet.

„Dreißig Jahre nachdem Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation nicht mehr als Krankheit gesehen wird, haben wir leider noch immer einen weiten Weg vor uns. Viele unserer Forderungen sind nach wie vor unerfüllt“, zeigt Ernst-Dziedzic auf. In einigen europäischen Ländern bedrohe gar ein queer-feindlicher Backlash die Rechte und die Sicherheit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und inter* Personen. „So genannte ‚LGBTI-freie Zonen‘, wie sie etwa in Polen propagiert werden, dürfen keinen Platz in der viel zitierten Europäischen Wertegemeinschaft haben und sind aufs Schärfste zurückzuweisen“, fordert Ernst-Dziedzic.

Global gesehen kritisiert die LGBTI-Sprecherin die nach wie vor geltende Pathologisierung von Intergeschlechtlichkeit durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). „Wie viele Aktionstage müssen wir noch begehen, bevor sexuelle und geschlechtliche Vielfalt nicht mehr als Krankheit gelten?“

In Österreich sei die Situation für LGBTI-Personen zwar besser, aber auch hierzulande gebe es noch viel zu tun, meint die grüne Vizeklubchefin, die an zwei konkreten Vorhaben arbeitet: Selbstbestimmung beim Geschlechtseintrag ohne medizinische Diagnosen und bürokratische sowie finanzielle Hürden und ein Verbot von Intersex Genital Mutilation (IGM): „Jede*r hat das Recht auf ein diskriminierungsfreies Leben ohne Angst und Gewalt, dafür kämpfe ich“, so Ernst-Dziedzic.


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