- 15.05.2020, 15:19:34
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„Thema“ über die längste Sperrstunde aller Zeiten
Am 18. Mai um 21.10 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 18. Mai um 21.10 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert „Thema“ am Montag, dem
18. Mai 2020, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:
Die längste Sperrstunde aller Zeiten – Öffnung der Gastronomie
„Ich weiß genau, was ich als erstes tue – ich bestell ein großes Bier
an der Theke“, freut sich Erni Mangold. Die 93-Jährige ist Stammgast
im Gasthaus Staar im Waldviertel. In ganz Österreich wird wieder
auswärts angestoßen und gespeist. Im Buschenschank der Familie Wolf
in Bad Gleichenberg wird zur Feier der Wiedereröffnung sogar
aufgespielt – ein Hauch des Verbotenen in diesen streng geregelten
Zeiten. Für den Wiener Wirt Gerald Bayer geht es, wie bei vielen, ums
blanke Überleben. Werden die Gäste tatsächlich über das Wochenende
hinaus kommen? Wie gemütlich ist das Essen – serviert mit Mundschutz,
in halbleeren Räumen oder hinter Plexiglas-Scheiben? Wie sieht der
Gastronomiekritiker Florian Holzer die Zukunft der Branche? Sonja
Hochecker, Oliver Rubenthaler und Eva Kordesch berichten.
Plötzlich älter, als man denkt – was Corona mit der Generation 65+
macht
Josef Redl, 72, hat bis vor Kurzem noch mit Studenten Leichtathletik
trainiert – jetzt gehört er zur Risikogruppe und zum alten Eisen.
„Man sollte berücksichtigen, wie gesund und fit jemand im Alter ist“,
sagt der ehemalige Manager. Er fürchtet durch die Corona-Maßnahmen
einen Tiefschlag für eine ganze Generation. Das bestätigt der
Altersforscher Franz Kolland. Viele der über 65-Jährigen hätten sich
vor der Pandemie gut zehn Jahre jünger gefühlt, sagen seine Studien.
Jetzt ist dieser Trend jäh gestoppt. „Wenn das so weitergeht mit den
Maßnahmen der Regierung, könnt ihr mich in zwei Wochen in der
Psychiatrie oder am Friedhof besuchen“, sagt die 79-jährige Gerlinde
Eichinger. So wie sie vermissen viele ältere, aktive Menschen den
Kontakt und das Gebrauchtwerden. Sie spüren eine neue
Altersfeindlichkeit, berichtet Sabina Riedl.
Hollywood in Groß-Enzersdorf – die Renaissance des Autokinos
Es wehte ein Hauch von Hollywood im niederösterreichischen
Groß-Enzersdorf, als 1967 das erste Autokino Österreichs eröffnete.
Einheimische erinnern sich, wie sie als Jugendliche in den Büschen
die nicht immer jugendfreien Vorstellungen verfolgt haben, es gab
Heiratsanträge im Auto und die berüchtigte „Love Lane“ für jene, die
nicht so sehr am Film interessiert waren. Nach dem Tod des Besitzers
musste das Autokino 2015 hochverschuldet schließen. Corona ermöglicht
ein Revival: „Bei uns könnt ihr kontaktlos und sicher außer Haus
beste Unterhaltung genießen“, heißt es auf der Homepage. 300
Besucherinnen und Besucher werden zur Premiere am Wochenende fahren,
um Kino wie damals zu erleben, berichtet Christoph Bendas.
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