SJ-Stich: „Ein Jahr nach Ibiza braucht es Schutz für Pressefreiheit, statt Geld für Regierungspropaganda!“

Sozialistische Jugend erinnert mit Strache-Zitat an Ibiza-Skandal und fordert demokratische Medienpolitik

Wien (OTS) - „Journalisten sind die größten Huren“ - so hatte Ex-Vizekanzler Strache auf Ibiza den Stellenwert von freien Medien eingeordnet. Ein Jahr nach Bekanntwerden der Ibiza-Affäre sieht es für die Österreichische Pressefreiheit schlecht aus. „Wer freie Medien schützen will, schafft eine Presseförderung nach Qualitätskriterien, statt eines Inszenierungsbudgets und einer Förderung von parteinahen Zeitungen!“, sagt Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend.

„Ibiza hat uns gezeigt, wie wichtig freier Journalismus für eine funktionierende Demokratie ist. Auch ohne die FPÖ in der Regierung ist Österreich im Weltindex für Pressefreiheit weiter abgerutscht. Freie Medien geraten unter Druck, während Sebastian Kurz mit Steuergeldern seine Propagandamaschine ausbaut.“ Stich nimmt dabei Bezug auf das im Budgetvorschlag 2020 vervierfachte Repräsentationsbudget: „Während kleine Betriebe mit der unzureichenden Corona-Hilfe vor dem Ruin steht, investiert der Bundeskanzler in Inszenierung.“

Kritik übt Stich außerdem an der Schwarz-Grünen Medienpolitik. „Durch Corona wird es für Zeitungen noch schwerer, sich zu finanzieren. Die Corona-Medienförderung der Regierung benachteiligt kritische Medien und schadet der journalistischen Vielfalt im Land. Auflagenstarke Zeitungen werden unabhängig von ihrer Qualität bevorzugt. Die Zeitschrift des ÖVP-Bauernbundes etwa bekommt mehr Geld als etwa das Profil, der Falter oder das Wirtschaftsmagazin Trend.“

Mit einem Rückblick auf den Wunsch von Heinz-Christian Strache, die Kronen Zeitung unter seine Kontrolle zu bringen, projizierte die SJ ein Strache-Zitat auf das Hauptgebäude der Krone.

Ein Foto der Projektion ist unter folgendem Link verfügbar: https://drive.google.com/drive/folders/1-EOTUEI8h5-zTiCbKe6rHPIz9cmcSQXG

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