Ernst-Dziedzic: UN-Bericht zeigt: Nur kooperative internationale Migrationsstrategie stoppt Menschenhandel und Schlepperei

Grüne pochen auf rasche Erarbeitung der vereinbarten Migrationsstrategie für Österreich

Wien (OTS) - Mit großer Sorge hat die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, einen Bericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) aufgenommen, der in den Corona-bedingten Grenzschließungen und Ausgangsbeschränkungen einen Anstieg von Menschenhandel und Schlepperei prophezeit: „Die Corona-Pandemie ist ein deutlicher Warnruf und zeigt eines ganz deutlich: Nationale Abschottungsstrategien sind kontraproduktiv, wenn nicht sogar gefährlich. Drängende globale Fragen können nur gemeinsam und durch starke internationale Zusammenarbeit gelöst werden. Das gilt für die Migrationspolitik ebenso wie für die Eindämmung von Covid-19 oder auch der Klimakrise.“

Wie die UN-Organisation eindeutig feststelle, können Grenzschließungen Menschenhandel und Schlepperei nicht unterbinden. Im Gegenteil: Durch das Hochfahren nationaler Grenzen würden Menschen in die Hände von kriminellen Netzwerken getrieben, welche die Notlage schamlos ausnützen.

Für die grüne Vizeklubchefin zeigt der UN-Bericht, dass die im Regierungsprogramm vorgesehene gesamtheitliche Migrationsstrategie für legale, sichere und geordnete Migration dringender ist denn je: „Österreich muss sich für nachhaltige europäische und internationale Partnerschaften einsetzen, die für die Betroffenen reale Lebensperspektiven vor Ort schaffen. Ebenso müssen wir legale, geordnete und sichere Migrationsmöglichkeiten nach Europa schaffen, um zu verhindern, dass Menschen Ausbeutung, Menschenhandel und Missbrauch ausgesetzt werden. Es gilt konsequent gegen Schlepper und Menschenhändler vorzugehen, und das mit vereinten Kräften, auf europäischer und internationaler Ebene“, sagt Ernst-Dziedzic.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0009