Das war ‚Österreich singt‘: TV-Rückblick auf ORF-Festwochen-Chorprojekt statt Beethoven-Eröffnungskonzert

Am 15. Mai um 21.50 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Bei der für morgen geplanten Eröffnung der Wiener Festwochen 2020 sollte es ein Gemeinschaftskonzert zwischen Bonn und Wien zu Ehren des 250. Geburtstags des musikalischen Jahresregenten Ludwig van Beethoven geben, das der ORF live übertragen hätte. Der Komponist steht vor allem durch seine 9. Symphonie mit der berühmten Ode an die Freude wie kein anderer für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Aufgrund der Corona-bedingten Konzertabsage für heuer blickt ORF 2 stattdessen morgen, am Freitag, dem 15. Mai, um 21.50 Uhr in ORF 2, auf den ORF-Chorbewerb „Österreich singt“ zurück, dessen großes Finale die Festwochen im Jahr 2011 eröffnete. Unter dem Titel „An die Freude – das war ‚Österreich singt‘“ können die ORF-Zuseherinnen und -Zuseher nochmals dabei sein, wenn Hunderttausende Österreicher/innen Beethovens symbolische Hymne anstimmten. Beim Wiederansehen dieses unvergesslichen Abends wird spürbar, was entstehen kann, wenn alle mithelfen, einen gemeinsamen Gedanken zu verwirklichen, und welche Rolle dabei das Medium Fernsehen spielen kann.

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Österreich ist ein Land der Sänger/innen und Musiker/innen. Zehntausende Menschen verbringen ihre Freizeit damit, aktiv Musik zu machen. Es geht dabei nicht nur um die individuelle Freude an der Musik, sondern vor allem um gemeinsam gelebte Kreativität, um das kollektive Vergnügen. Ein Gemeinschaftserlebnis also, das derzeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich ist. Dies war bei der Eröffnung der Wiener Festwochen 2011 noch ganz anders, wie der filmische Rückblick „An die Freude – das war ‚Österreich singt‘“ zeigt.

Bei der Chor-Initiative „Österreich singt“, die der ORF in Kooperation mit den Wiener Festwochen und dem Chorverband Österreich veranstaltete, entstand am 13. Mai 2011 bei der Eröffnung des Kulturfestivals der größte Chor Österreichs. Eine kurze dokumentarische Einführung blickt zunächst hinter die Kulissen dieses Großprojektes und macht spürbar, wie das Medium Fernsehen Menschen zusammenbringen kann.

An die 60 Ensembles hatten sich einem nationalen Wettbewerb gestellt. Eine namhafte Jury unter dem Vorsitz von Harald Serafin und Erwin Ortner hatte jene Finalistinnen und Finalisten gekürt, die am Rathausplatz mitwirken durften. Alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von den Außenstellen in Kärnten, Niederösterreich und Tirol zugeschaltet und konnten so via Fernsehen live dabei sein. Das musikalische Rückgrat bildete der Arnold Schoenberg Chor, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Cornelius Meister und die Solisten Genia Kühmeier, Michael Schade, Iris Vermillion und Robert Holl. Durch den Abend führte Dirk Stermann.

Beim gemeinsamen Singen der Europahymne waren mehr als 630.000 Zuseherinnen und Zuseher mit dabei. „Österreich singt“ gilt somit als erfolgreichste Übertragung einer Wiener-Festwochen-Eröffnung. Die Bildregie dieses in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Projekts führte Felix Breisach.

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