Aschbacher: Wir vereinfachen die Lohnverrechnung für Unternehmen in Corona-Kurzarbeit

Initiativantrag schafft Klarheit und erleichtert die Umrechnung von Netto- auf Bruttoentgelt

Wien (OTS) - „Mit dem heute eingebrachten Initiativantrag stellen wir sicher, dass die endgültige Lohnverrechnung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beschleunigt wird“, sagt Arbeitsministerin Christine Aschbacher. „Durch die Umrechnung der Mindestnettogarantie in Bruttobeträge wird die Lohnverrechnung vereinfacht.“

Mit der bisherigen Handlungsempfehlung der Sozialpartner konnte man lediglich eine vorläufige Abrechnung vornehmen. Die wichtigste offene Frage war: Wie wird die Mindestnettogarantie der Sozialpartnervereinbarung in einen Bruttobetrag für die endgültige Lohnabrechnung umgerechnet? Mindestnettogarantie bedeutet, dass in Corona-Kurzarbeit niemand weniger als 80 Prozent seines bisherigen Nettoeinkommens bekommt. Auf Initiative von Arbeitsministerin Aschbacher wurde gemeinsam mit den Sozialpartnern und Steuerberatern eine Lösung entwickelt.

Der heute eingebrachte Initiativantrag schafft Klarheit für Unternehmen und Steuerberater und vereinfacht die Lohnverrechnung während der Kurzarbeit: Das Mindestbruttoentgelt für die Lohnverrechnung kann ab sofort analog zur AMS-Pauschalsatztabelle für die Corona-Kurzarbeit berechnet werden. Außerdem wird die komplexe Aufteilung des abgerechneten Gesamtbetrags in Kurzarbeitsunterstützung und Entgelt für die geleistete Arbeit in der Lohnverrechnung nicht verpflichtend sein.

„Weil die Beträge in der AMS-Pauschalsatztabelle aktuell in 50-Euro-Schritten angeführt sind und selbstverständlich keine Arbeitnehmerin und kein Arbeitnehmer Einbußen durch das Abrunden der Beträge haben soll, werde ich per Verordnung eine Abstufung in 5-Euro-Schritten veranlassen“, erklärt Aschbacher.

Nachdem seitens der Bundesbuchhaltungsagentur und des AMS bereits seit zwei Wochen taggleich abgerechnet und ausgezahlt wird und damit das Geld rasch bei den Unternehmen ankommt, kann nun auch eine korrekte Lohnverrechnung erfolgen. Aktuell sind 16.848 Abrechnungen eingelangt und auch schon bewilligt, rund 127 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt. „Meine Bitte an die Unternehmen: Rechnen Sie ab. Nur dann kann Geld fließen. Wer eine korrekte Abrechnung einreicht, hat innerhalb weniger Tage das Geld auf dem Konto“, so Aschbacher abschließend.

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