Internationaler Tag der Pflege: Zellhofer fordert eine Gesundheitsmilliarde

Ausreichend Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten, Corona-Tausender und strukturelle Investitionen in die Zukunft des Gesundheits- und Sozialbereichs

Wien. (OTS) - „Immer mehr Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens können, dank der hervorragenden Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheits- und Sozialberufen, schrittweise zum Normalzustand zurückkehren,“ freut sich Josef Zellhofer, Vorsitzender der Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE- FGV). „Dennoch erzählen uns KollegInnen, dass es nicht leicht war, den Betrieb aufrecht zu erhalten, weil zu wenig oder veraltete Schutzausrüstung vorhanden war. Meinen größten Respekt vor der Eigeninitiative und dem Improvisationstalent der KollegInnen in dieser schwierigen Situation! Aber es kann nicht sein, dass diese vor Dienstbeginn noch schnell im Supermarkt eine Kleinigkeit einkaufen gehen müssen, nur um im Dienst eine Schutzmaske zu haben!“, ärgert sich Zellhofer.

„Der tägliche Applaus um 18 Uhr ist ein eindrucksvolles Zeichen der Dankbarkeit und Respekts“, stellt Zellhofer fest, „doch damit ist es nicht getan! Mehr als 130.000 Menschen haben unserer Forderung nach einem steuerfreien ´Corona-Tausender´, als Anerkennung für all jene, die während dieser Krise ihr Leben riskiert haben, bereits unterschrieben. Doch das kann nur ein erster Schritt sein!“

„Natürlich ist es wichtig Tourismus, Gastronomie, Fluglinien etc. mit staatlichen Finanzspritzen über diese schwierigen Zeiten zu helfen,“ sagte Zellhofer. „Aber wir fordern die Bundesregierung am internationalen Tag der Pflege (12.5.) auf, eine Zusage zu geben, dass sie jenen Bereich, der diese Pandemie an vorderster Front, dem Patienten-Bett bekämpft und besiegt hat, jetzt nicht im Mairegen stehen lassen wird! Der Gesundheits- und Sozialbereich braucht dringender denn je eine Gesundheitsmilliarde, um auch weiterhin für den täglichen Betrieb, aber auch für unerwartete Gesundheitskrisen gerüstet zu sein. Wir haben in den letzten Wochen eindrucksvoll gesehen, wie schnell eine Situation aufpoppen kann, bei der im wahrsten Sinne des Wortes Tausende Menschenleben auf dem Spiel stehen. Unserem Land ist die Situation, dass unser Gesundheitswesen an die Grenzen seiner Belastbarkeit kam, Gott sei Dank bisher erspart geblieben. Aber das heißt nicht, dass wir automatisch, sollte eine ähnliche Situation wieder eintreten, genauso glimpflich davonkommen!“

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