Weiterentwicklung KZ-Gedenkstätte Gusen: Ein Meilenstein für die Gedenkkultur in Österreich

Für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist der Beschluss der österreichischen Bundesregierung, in Verhandlungen über Ankauf von Grundstücken in Gusen einzutreten, ein wichtiger Schritt.

Wien (OTS) - „Diese Entscheidung ist ein Meilenstein für die Gedenkkultur in Österreich und die Aufarbeitung der Geschichte zwischen 1938 und 1945“, sagt Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Auf diesen Grundstücken befinden sich heute noch wesentliche historische Überreste und Gebäude des ehemaligen Konzentrationslagers Gusen. Die Integration dieser bedeutsamen Bereiche in die bestehende KZ-Gedenkstätte Gusen wäre eine wichtige Stärkung der Erinnerungskultur in Gedenken an die Opfer dieses in Österreich lange Zeit wenig bekannten Zweiglagers des KZ Mauthausen.

Barbara Glück sieht darin auch einen Erfolg der Arbeit der Gedenkstätte. Diese ist seit 1997 für den Erhalt des bestehenden Gusen Memorial zuständig und setzt sich seither in enger Zusammenarbeit mit regionalen Gedenkinitiativen für eine Stärkung des Gedenkens an diesem ehemaligen Verbrechens- und Leidensort ein. „Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen wird sich dafür einsetzen, dass die weitere Gestaltung der neuen Grundstücke unter Einbeziehung regionaler, nationaler und internationaler Interessenvertreter erfolgt. Auch die Anliegen der regionalen Bevölkerung müssen bei einer Erweiterung der Gedenkstätte, die mitten im Ortsgebiet von Langenstein liegt, gehört werden“, sagt Glück.

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist angesichts ihres inhaltlichen und organisatorischen Know-hows bereit, gemeinsam mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern, diesen so wichtigen Gedenkort weiterzuentwickeln und hofft, dass die Verhandlungen möglichst bald zu einem positiven Ergebnis führen. „75 Jahre nach der Befreiung ist dies die einzigartige Chance, eine angemessene und der historischen Dimension dieses Lagers entsprechende zeitgemäße Gedenkstätte zu errichten. Ein wichtiges Zeichen für alle Überlebenden und eine würdige Erinnerungsstätte für die zahlreichen Opfer“, so Glück.

Die bestehende KZ-Gedenkstätte Gusen geht auf eine Initiative der ehemaligen Häftlinge zurück. Der nun gesetzte Schritt der Bundesregierung unterstreicht eindeutig die nationale und internationale Bedeutung des Gedenkortes Gusen.

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