FPÖ – Hofer zu Europatag: Ein vereintes Europa funktioniert nur dann, wenn es sich auch selbst versorgen kann

Flüchtlings- und Coronakrise zeigen Verletzlichkeit des derzeitigen EU-Konstruktes auf

Wien (OTS) - „Als vor 75 Jahren Europa vom Nationalsozialismus befreit wurde, konnte man sich nicht ausdenken, dass dieses Europa am Weg zu einer Einigung sein und im Frieden leben wird. Der damals aufkeimende Kalte Krieg zeigte bis in die beginnenden 90er Jahre mit dem Jugoslawienkrieg sein grausames Gesicht und kostete unzählige Todesopfer“, sagte der FPÖ-Bundesparteiobmann Ing. Norbert Hofer anlässlich des Europatages, der sich heute auf die sogenannte „Schumann-Erklärung“ beruft, welche man als den Start zu einem wirtschaftlich geeinten Europa sehen kann.

„Die Europäische Union, der Österreich nun schon seit 25 Jahren angehört ,zeigt aber durch die Flüchtlings- und Coronakrise auf, wie verletzlich dieses Konstrukt tatsächlich ist und wie es durch politischen Einfluss ausgehebelt werden kann und wird“, so Hofer und weiter: „Wichtig ist es auch zu bedenken, dass die Europäische Union nicht Europa gleichzusetzen ist, denn einerseits befinden sich nicht alle Staaten Europas in der EU und anderseits gibt es zum Glück noch eine gewisse Selbstbestimmtheit der einzelnen Länder. Eine Selbstbestimmtheit, die uns gerade in Krisenzeiten vor noch mehr Schaden bewahrte, auch wenn die Kritik von zahlreichen Politikern aus dem linken und liberalen Lager eine große war und ist.“

„Ein wirtschaftlich vereintes Europa ist mit Sicherheit ein starker Faktor zum Schutz der kontinentalen Produktion und Wirtschaft, wird aber auch obsolet, wenn diese in Billiglohnländer wie China und Indien ausgelagert werden. Die Folgen davon spüren wir eben sehr schmerzlich, denn für uns wichtige und systemrelevante Güter sind nicht mehr in unseren Ländern verfügbar. Ein vereintes Europa funktioniert eben nur dann, wenn es sich auch selbst versorgen kann. So sind die Bilder von Flüchtlingsströmen an den innereuropäischen Grenzen und der Versorgungsknappheit im Gesundheitsbereich Zeichen dafür, dass vor uns noch viel Arbeit liegt, und dass die nationale Verantwortung für die eigene Sicherheit nach wie vor bei den Nationalstaaten liegt“, betonte Hofer.

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