younion: Europatag als Startschuss für einen Wandel nützen!

Ausbau der Daseinsvorsorge, auf Solidarität und Gemeinschaft setzen

Wien (OTS) - „Vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise und rasant steigender Arbeitslosigkeit muss verhindert werden, dass Europa in eine noch tiefere Rezession und in eine soziale Krise rutscht. Trotz anfänglicher Alleingänge einiger EU-Mitgliedstaaten konnten die EU-Institutionen mehrere Maßnahmen setzen um Kurzarbeit und Hilfspakete möglich zu machen. In einem nächsten Schritt muss ein ökologisch und sozial gerechter Wandel Europas inklusive dem Ausbau der öffentlichen Grundversorgung folgen“, erklärt Thomas Kattnig, Mitglied des Bundespräsidiums der younion _ Die Daseinsgewerkschaft anlässlich des Europatags.++++

Die Covid-19-Krise verdeutlicht, wie verletzlich unser aktuelles Wirtschaftsmodell und der Lebensstil unserer Gesellschaften ist. Gleichzeitig wurde offensichtlich, dass ein gut funktionierender Sozialstaat, ein universelles und solidarisches öffentliches Gesundheitssystem sowie eine funktionierende öffentliche Grundversorgung eine grundlegende Voraussetzung sind, um den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt – gerade in Krisenzeiten - zu garantieren.

„Die vielen tausenden Kolleginnen und Kollegen der kritischen Infrastruktur sind die HeldInnen der Krise. Nützen wir den Europatag als Startschuss für eine neue Konzeption von Wirtschaft, Arbeit und Leistung mit einem starken Sozialstaat und qualitativ hochwertigen öffentlichen Dienstleistungen. Die HeldInnen, die uns durch diese Krise gebracht haben, brauchen eine gerechte Entlohnung und optimale Arbeitsbedingungen“, sagt Thomas Kattnig.

Der Neuaufbau muss nach dem Prinzip der Solidarität und Gemeinschaft vonstattengehen. Die Fehler die nach der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 gemacht wurden, dürfen nicht wiederholt werden. Die Last darf nicht wieder alleine auf den Schultern der ArbeitnehmerInnen abgeladen werden. In ganz Europa kämpfen die Städte und Gemeinden gegen die Auswirkungen des Virus an. Dies führt dazu, dass Gemeindebudgets teils überlastet und völlig ausgeschöpft werden.

Thomas Kattnig: „Was uns jetzt tatsächlich hilft, ist das Gegenteil vom staatlichen Sparen. Es braucht kräftige Investitionen in Städte und Gemeinden. So kommt das Geld direkt bei den Menschen an. Einerseits durch ein besseres Leben für alle und andererseits durch Einkommen, das die Beschäftigten dann in der Region auch wieder ausgeben. Das neoliberale Wirtschaftsmodell kostet übrigens genauso viel, wie ein funktionierender Sozialstaat – allerdings hat nur ein kleiner Teil der Gesellschaft etwas davon.“

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