Jahresbericht 2019: Informationsarbeit als zentrales Thema

Opfer von Straftaten wissen zu wenig über ihre Rechte. Der WEISSE RING kämpft für eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen und setzt auf Kommunikation und Kooperation.

  • Es ist schwer auszuhalten, wenn man weiß, wie einfach es sein könnte
    Udo Jesionek, Präsident WEISSER RING
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  • Erst der gezielte und strukturierte Austausch mit Expert*innen und der europaweite Vergleich im Rahmen des Projekts VOCIARE gibt uns die Sicherheit, klar zu definieren, was noch zu tun ist
    Dina Nachbaur, Geschäftsführerin WEISSER RING
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  • Der respektvolle Umgang mit den Erzählungen der ehemaligen Heimkinder und mit den Menschen, die sie an uns herantragen, ist uns ein großes Anliegen
    Natascha Smertnig, Geschäftsführerin WEISSER RING
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Wien (OTS) - Opfer von Straftaten wissen nach wie vor viel zu wenig über ihre Rechte und über die bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten Bescheid. Deshalb legte der WEISSE RING im Jahr 2019 einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Information Betroffener. Zusätzlich drängt der WEISSE RING nach wie vor auf eine vollständige Umsetzung der EU-Opferschutz-Richtlinie 2012/29/EU und fordert vor allem eine geeignete gesetzliche Grundlage, damit Betroffene sofort von der Polizei an Unterstützungs-Einrichtungen vermittelt werden können. „Es ist schwer auszuhalten, wenn man weiß, wie einfach es sein könnte“, verleiht Präsident Udo Jesionek dieser Forderung Nachdruck.

Bestärkt durch den internationalen Vergleich

Mit dem Abschlussbericht zu VOCIARE (Victims of Crime Implementation Analysis Report) liegt ein Vergleich der Implementierung und Umsetzung der EU-Opferschutz-Richtlinie 2012/29/EU in 19 Mitgliedstaaten der EU vor. Geschäftsführerin Dina Nachbaur und Tobias Körtner, Leiter Opferhilfe, sehen in den Ergebnissen einen „Call to Action“. „Erst der gezielte und strukturierte Austausch mit Expert*innen und der europaweite Vergleich im Rahmen des Projekts VOCIARE gibt uns die Sicherheit, klar zu definieren, was noch zu tun ist“, sind sich die beiden einig.

Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche

Mit dem Abschlussbericht „Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt“ brachte das Team rund um Geschäftsführerin Natascha Smertnig im Herbst das umfangreichste Projekt, das der WEISSE RING in diesem Zusammenhang betreut hatte, zu einem erfolgreichen Abschluss. „Der respektvolle Umgang mit den Erzählungen der ehemaligen Heimkinder und mit den Menschen, die sie an uns herantragen, ist uns ein großes Anliegen“, beschreibt Natascha Smertnig die Arbeit an den insgesamt fünf derartigen Projekten, mit deren Betreuung der WEISSE RING seit 2010 beauftragt worden war.

Bei der Abwicklung von finanziellen Entschädigungsleistungen an Personen, die ehemals im Otto Wagner Spital – Pavillon 15 untergebracht waren, musste der WEISSE RING zum Teil ganz neue Wege beschreiten, da es vielen Betroffenen nicht möglich war, das Erlebte verbal wiederzugeben. Deshalb wurden die zum Teil sehr umfangreichen Krankenakten analysiert und die Ergebnisse als Grundlage für die Entscheidungen des Gremiums herangezogen.

Der WEISSE RING auf YouTube und Facebook

Unter dem Titel movieHelp bieten vier kurze Erklärvideos Information zu Auswirkungen von Straftaten sowie zu Opferrechten und Unterstützungsangeboten. Darüber hinaus finden sich im YouTube-Kanal des WEISSEN RINGS regelmäßig aktuelle Informationen. Auch die Facebook-Seite des WEISSEN RINGS kann auf eine aktive Fangemeinde verweisen.

Die Finanzierung des WEISSEN RINGS ruht auf drei Säulen:

  • Mitgliedsbeiträge und Spenden privater Personen
  • Spenden von Unternehmen und Organisationen
  • Finanzierung von Projekten und gesetzlichen Leistungen durch die öffentliche Hand

Um Opferhilfe in ihrer Gesamtheit anbieten zu können, braucht der WEISSE RING auch und vor allem die Unterstützung durch Spender*innen.

Die ganze Aussendung, alle Forderungen im Detail sowie den ganzen Jahresbericht zum Herunterladen finden Sie auf der Website des WEISSEN RINGS.

Rückfragen & Kontakt:

WEISSER RING
Mag.a Brigitta Pongratz
Tel.: 01 712 14 05
b.pongratz@weisser-ring.at
https://www.weisser-ring.at/
mobil: 0699/134 34 017

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